KIRCHE
Travemünde 31.10.2026
Reformationstag: Was hinter dem 31. Oktober steckt
Warum der Feiertag in Schleswig-Holstein noch ziemlich jung ist und was Lübeck mit der Reformation verbindet
Der Reformationstag erinnert an den 31. Oktober 1517 und die Veröffentlichung der 95 Thesen Martin Luthers. Was damals in Wittenberg seinen Anfang nahm, entwickelte sich zu einer Bewegung, die Kirche und Gesellschaft nachhaltig veränderte. Der 31. Oktober gehört deshalb bis heute zu den bedeutenden Tagen der evangelischen Kirche.

Der Feiertag ist bei uns noch ziemlich jung
Was viele vielleicht nicht wissen: Obwohl die Reformation mehr als 500 Jahre zurückliegt, ist der Reformationstag in Schleswig-Holstein erst seit 2018 dauerhaft ein gesetzlicher Feiertag.
2017 gab es zunächst eine Besonderheit. Anlässlich des 500. Reformationsjubiläums war der 31. Oktober einmalig in allen 16 Bundesländern gesetzlicher Feiertag. Schleswig-Holstein entschied anschließend gemeinsam mit weiteren norddeutschen Bundesländern, den Feiertag dauerhaft beizubehalten.
Damit gehört Schleswig-Holstein heute zu neun Bundesländern, in denen am 31. Oktober gesetzlich Feiertag ist. In anderen Teilen Deutschlands ist dagegen Allerheiligen am 1. November der gesetzliche Feiertag.
Auch Lübeck hat seine eigene Reformationsgeschichte
Zwischen den Ereignissen in Wittenberg und der offiziellen Einführung der Reformation in Lübeck lagen einige Jahre. In der Hansestadt wurde die neue Kirchenordnung 1531 eingeführt.
Damit erinnert der Reformationstag auch hier im Norden an ein Stück Geschichte, dessen Auswirkungen bis in die Gegenwart reichen. Und ganz nebenbei ist der 31. Oktober als gesetzlicher Feiertag in Schleswig-Holstein deutlich jünger, als man angesichts seiner mehr als 500 Jahre alten Geschichte vermuten könnte.
TA










