OSTSEE
Travemünde 10.08.2026
Seenotretter bringen erkrankten Segler sicher an Land
Die Seenotretter der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) sind am Sonntagnachmittag, 9. August, zu einem medizinischen Notfall in der Lübecker Bucht ausgerückt. Ein 53-jähriger Segler war auf seinem Boot desorientiert und konnte sich an die zurückliegenden Stunden nicht mehr erinnern.
Gegen 13.30 Uhr alarmierte die Ehefrau des Mannes die Rettungsleitstelle See der DGzRS. Der Segler befand sich zu diesem Zeitpunkt allein auf seinem 8,5 Meter langen Boot etwa fünf Seemeilen, rund neun Kilometer, nordöstlich von Travemünde auf Höhe von Groß Schwansee vor Anker.

Die Freiwilligenbesatzung des Seenotrettungsbootes HENRICH WUPPESAHL aus Neustadt nahm umgehend Kurs auf das Segelboot. Sie war bereits zuvor im Einsatz gewesen und hatte ein Motorboot mit Maschinenschaden in die Baltic Marina in Travemünde geschleppt.
Auch die Seenotretter der Freiwilligenstation Travemünde wurden alarmiert. Mit dem Seenotrettungsboot ERICH KOSCHUBS brachten sie medizinisches Personal zum Einsatzort. Dazu gehörten die Besatzung eines Rettungswagens der Berufsfeuerwehr Lübeck sowie ein Notarzt und ein Notfallsanitäter.
Vor Ort übernahmen die Neustädter Seenotretter den Patienten und versorgten ihn zunächst an Bord der HENRICH WUPPESAHL. Anschließend ging es mit hoher Geschwindigkeit in Richtung Travemünde. Unterwegs wechselte das medizinische Team von der ERICH KOSCHUBS auf das Neustädter Seenotrettungsboot und kümmerte sich weiter um den Mann. An Land wurde der 53-Jährige an einen Rettungswagen übergeben und in ein nahegelegenes Krankenhaus gebracht.
Das Segelboot wurde zunächst von der ERICH KOSCHUBS in Schlepp genommen. Da die Travemünder Seenotretter währenddessen zu einem weiteren Einsatz gerufen wurden, übernahm das Seenotrettungsboot HANS INGWERSEN den Schlepp und brachte das Boot in den Hafen.
Zum Zeitpunkt des Einsatzes herrschte Südostwind der Stärke 3 bis 4 bei ruhiger See. PM DGzRS / TA










