NATUR & UMWELT
Travemünde 10.07.2026
Möwenküken in Travemünde: Bitte nicht vorschnell eingreifen
Junge Möwen am Boden gehören derzeit zum natürlichen Bild und benötigen meist keine Hilfe
Junge Möwen verlassen ihr Nest häufig bereits, bevor sie fliegen können. In dieser sogenannten Ästlingszeit werden sie weiterhin von ihren Elterntieren versorgt, gefüttert und beschützt. Auch wenn die Altvögel nicht sofort zu sehen sind, halten sie sich meist in der Nähe auf und kümmern sich um ihren Nachwuchs.

Wer ein Möwenküken entdeckt, sollte deshalb ausreichend Abstand halten und das Tier möglichst nicht anfassen oder mitnehmen. Nur wenn sich Menschen fernhalten, können die Elterntiere ungestört zu ihren Jungen zurückkehren.
Hilfe sollte nur dann organisiert werden, wenn ein Möwenküken offensichtlich verletzt ist oder sich an einem unmittelbar gefährlichen Ort befindet, beispielsweise auf einer stark befahrenen Straße.
Grundsätzlich gilt dies nicht nur für Möwen, sondern auch für Schwanenküken, Entenküken und andere junge Wildtiere. Sie sollten nicht gejagt, aufgescheucht oder verfolgt werden. Die Tiere benötigen Ruhe, um sich sicher entwickeln zu können. Eltern werden gebeten, ihre Kinder entsprechend zu sensibilisieren und darauf zu achten, dass Jungtiere nicht bedrängt werden. Auch Hunde sollten in der Nähe von Wildtieren angeleint bleiben und keinen Kontakt zu den Tieren haben.
Ebenso sollte darauf verzichtet werden, Möwen zu füttern. Auch wenn die Tiere häufig zutraulich wirken, verlieren sie durch das Füttern ihre natürliche Scheu vor Menschen und werden zunehmend aufdringlich. Außerdem ist menschliche Nahrung für Möwen ungeeignet und kann ihrer Gesundheit schaden. Wer die Tiere einfach beobachtet und ihnen ihren natürlichen Lebensraum überlässt, leistet den besten Beitrag zum Schutz der Tiere.
Mit etwas Rücksicht und dem nötigen Abstand können Möwen, Schwäne und andere Wildtiere ihren Nachwuchs in Travemünde ungestört großziehen. Quelle: Berufsfeuerwehr Flensburg










