POLITIK
Travemünde 14.03.2026
Mehr Züge durch Fehmarnbeltquerung
Grünen-Fraktion fordert Ausbau der Bahnstrecken bei Lübeck
Nach Angaben der Grünen-Fraktion droht mit der Eröffnung der festen Fehmarnbeltquerung eine starke Überlastung des Bahnverkehrs, wenn nicht rechtzeitig gegengesteuert wird. Andernfalls könnten sich Personennah- und Fernverkehr sowie Güterzüge in und um Lübeck gegenseitig blockieren.
Bereits heute fahren in Spitzenzeiten bis zu zehn Züge pro Stunde nördlich aus dem Lübecker Hauptbahnhof bis zum Abzweig Bad Schwartau Waldhalle, wo sich die Strecke in Richtung Bad Schwartau und Travemünde aufteilt. Experten rechnen damit, dass die Zahl der Züge bis zum Jahr 2037 auf bis zu 21 pro Stunde ansteigen könnte.

Um dieses Verkehrsaufkommen bewältigen zu können, wäre nach Ansicht der Grünen ein viergleisiger Ausbau dieses Abschnitts notwendig. Auch südlich des Lübecker Hauptbahnhofs gebe es ähnliche Engpässe. Ohne entsprechende Maßnahmen könnte es künftig schwieriger werden, den Bahnverkehr zuverlässig abzuwickeln. Davon könnten sowohl der Güterverkehr über den Lübecker Hafen als auch der Ausbau des regionalen Nahverkehrs betroffen sein.
Die Grünen fordern deshalb zusätzliche Mittel vom Bund, damit der Ausbau der Bahnstrecken in und um Lübeck möglichst parallel zur Eröffnung der festen Fehmarnbeltquerung umgesetzt wird. Dazu gehört aus ihrer Sicht auch der Bau eines dritten und vierten Gleises zwischen Lübeck und Bad Schwartau Waldhalle.
Die feste Fehmarnbeltquerung soll künftig eine schnelle Bahnverbindung zwischen Deutschland und Dänemark ermöglichen und Lübeck zu einem wichtigen Knotenpunkt für den Zugverkehr nach Skandinavien machen. Gleichzeitig müsse jedoch sichergestellt werden, dass die Infrastruktur in der Region dem steigenden Verkehrsaufkommen gewachsen ist.
PM BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN Bürgerschaftsfraktion Lübeck / TA












