VERANSTALTUNGEN
Travemünde 30.12.2025
Silvester-Gottesdienst aus Travemünde live im Ersten
Gestaltet wird der Silvester-Gottesdienst gemeinsam von Pröpstin Petra Kallies (evangelisch) und Propst Christoph Giering (katholisch), beide aus Lübeck. Im Mittelpunkt steht der Übergang vom alten ins neue Jahr, mit Momenten der Rückschau ebenso wie mit einem Blick nach vorn.
Die Predigt steht unter dem Leitwort »Mit Hoffnung ins Unbekannte«. Dabei geht es um eine biblische Erzählung, die Erfahrungen von Unsicherheit, innerem Ringen und Veränderung aufgreift. Pröpstin Petra Kallies betont, dass viele Menschen solche Nächte kennen, in denen Fragen, Schuld oder Angst vor der Zukunft präsent sind. Hoffnung entstehe nicht immer laut oder spektakulär, könne aber dennoch tragen.
Auch Christoph Giering verbindet den Jahreswechsel mit einem größeren kirchlichen Kontext. Für die katholische Kirche endet mit dem Silvesterabend ein Heiliges Jahr unter dem Motto »Pilger der Hoffnung«. Der Gottesdienst solle Mut machen, mit Zuversicht in das neue Jahr 2026 zu gehen.
Hinter den Kulissen läuft die Vorbereitung für die Fernsehübertragung bereits seit einem Jahr. Neben Ortsbegehungen und technischen Abstimmungen mit dem NDR gehören auch mehrere Proben dazu. Für die Live-Sendung ist ein etwa 60-köpfiges Team über mehrere Tage in Travemünde im Einsatz. In der Kirche werden dafür einzelne Bänke entfernt, um Platz für Kameras und Lichttechnik zu schaffen. Ein ganztägiger Probentag ist für den 30. Dezember angesetzt.
Zuschauerinnen und Zuschauer können sich aktiv beteiligen: Eigene Fürbitten können vorab per E-Mail eingesendet werden und werden in den Gottesdienst aufgenommen.
Warum die Wahl auf Travemünde fiel, erklärt Heiko von Kiedrowski, Hörfunk- und Fernsehbeauftragter der norddeutschen Kirchen beim NDR, mit der besonderen Atmosphäre des Ortes. Die St.-Lorenz-Kirche sei nicht nur architektonisch beeindruckend, sondern ihm auch aus seiner Zeit als Pastor in Lübeck vertraut. Das spätgotische Backsteingebäude aus dem 16. Jahrhundert bietet einen würdigen Rahmen für den ökumenischen Jahresabschluss.
TA
Quellen:















