SCHULE & AUSBILDUNG
Travemünde 09.12.2016
Seemannsschule vergibt Zeugnisse
Festakt in der Versöhnungskirche in Travemünde
Eine Kirche habe ein Schiff und auch in der Bibel würden an vielen Stellen Schiffe erwähnt, so zB die Arche Noah, Moses als Baby in einem Binsenkörbchen, der auf dem Nil ausgesetzt wurde, Prophet Jona und der Wal oder im Lied »Es kommt ein Schiff geladen, bis an sein’ höchsten Bord …« Ein Schiff verkörpere Sicherheit und Geborgenheit. Das wünsche er den frisch gebackenen Schiffsmechanikern für ihr weiteres Leben, viel Erfolg in einer schwierigen Zeit und stets eine Handbreit Wasser unterm Kiel.
Nach dem der Prüfungsausschussvorsitzende Jan Ahuis allen anwesenden Absolventen unter großem Beifall erklären konnte, dass alle die Prüfung bestanden hätten, begrüßte Schulleiter Holger Garbelmann die festliche Runde. Zwar sei der heutige Anlaß sehr erfreulich, doch die aktuellen Meldungen aus der deutschen Seeschifffahrt seien alles andere als ermutigend. Die Seemannsschule in Travemünde sei seit 2011 die Schule mit den meisten Schülerinnen und Schülern. Mit der Maxime »alles aus einer Hand« ist es ihr im Laufe der Zeit gelungen, die Reedereien langfristig an die Schule zu binden. So wird die Schule mit zukunftsorientierten Investitionen auch weiterhin die Flagge für die seemännische Ausbildung hochhalten.
Aktuell wird zur Verbesserung der Sicherheit der Schülerinnen und Schüler eine neue Testapparatur angeschafft, ein sogenannter Quaestor. Dieses Gerät der Firma Dräger testet die Atemschutzausrüstung, die in den Unterrichtseinheiten in der Brandübungsanlage zum Einsatz kommt. Somit ist sichergestellt, dass die Übenden im Einsatz immer mit der ausreichenden Menge an Sauerstoff versorgt werden. Die Kosten dafür in Höhe von fast 14.000 € übernimmt dankenswerterweise die »Stiftung Deutsche Seemannsschule Hamburg«, die in der Vergangenheit schon viele Projekte an der Schleswig-Holsteinischen Seemannsschule unterstützt hat. Im Rahmen dieser feierlichen Zeugnisübergabe erhielt die Seemannsschule auf dem Priwall einen Scheck über die Summe von 13.972 € von der Stiftung. KEV
Fotos Karl Erhard Vögele



















