BLAULICHT
Travemünde 19.09.2012
Freiwillige Feuerwehr Travemünde leistet 10.000 Einsatzstunden
Zugleich soll vom neuen Standort aus die Forderung für den Einsatz in Travemünde erfüllt werden können, in 80% der Fälle 10 Mann in 10 Minuten zum Einsatzort zu bringen. Der neue Standort, der auch näher an Travemünde liege, sei gefunden, aber der Neubau einer neuen Feuerwache wäre derzeit wegen der finanziellen Situation der Hansestadt nicht absehbar. Heute gelänge es nicht, diese Einsatzzeiten bezogen auf Travemünde und insbesondere den Priwall immer zu erreichen. Daher ist die Existenz der Freiwilligen Feuerwehren sehr wichtig, welche helfen, diese Lücken auszufüllen. Dies werde derzeit besonders an der FFW Priwall deutlich.
Zwar würde auf dem Priwall der Rosenhof erreicht, aber derzeit nur unter erschwerten Bedingungen, weil die Überfahrt mit der Fähre bis zur endgültigen Reparatur der Anleger für Fahrzeuge der Feuerwehr wegen des Gewichtes nicht möglich sei. Hier würde man sich behelfen so gut es geht.
Die Einsatzfähigkeit der Feuerwehr für Travemünde sei gerade auch wegen der Hotels und Gaststäten im Tourismusbereich sehr wichtig. Oliver Bäth ging kurz auf das Feuerlöschbot »Senator Emil Peters« ein, das sehr alt und praktisch bei größeren Schäden nicht mehr reparierbar sei wegen nicht mehr beschaffbarer Ersatzteile. Mit kurzen Ausführungen zu den Notarztfahrzeugen und über deren Einsatzweise schloss Oliver Bäth seinen mit Spannung verfolgten Kurzvortrag.
Martin Grage, Wehrführer der FFW Travemünde ging voller Engagement auf die Aufgaben der Freiwilligen Feuerwehren ein. So hätten sich die Kontakte zur Berufsfeuerwehr und die Zusammenarbeit mit ihr in den letzten Jahren hervorragend entwickelt. Die Aufgaben der Freiwilligen Feuerwehren seien nicht nur »löschen, retten, bergen, schützen«, was natürlich der Kern der Feuerwehrarbeit sei. Die Freiwilligen Feuerwehren hätten z.B. hier in Travemünde auch eine ganz starke soziale Komponente, die besonders in der Jugendarbeit und Aufklärung in Kindergärten und Schulen liege. Die Jugendarbeit sei besonders erfolgreich, was man am Zuwachs der Kameraden sehen könne.

Die FFW Travemünde habe 42 Mitglieder, darunter 8 Mädels, wie Grage nicht ohne Stolz erwähnte. Besonders hervorzuheben sei, dass die FFW die jährliche Weihnachtsbeleuchtung einrichte, der Nikolaus im Feuerwehrauto komme und die Kinder beschenke und schließlich, dass die FFW auch die Weihnachtsbäume an den bekannten Stellen in Travemünde aufstelle. Diese und noch weitere Aufgaben würden die Kameraden und Kameradinnen mit Freude erfüllen. Nicht umsonst käme eine so hohe Einsatzzeit von jährlich 10.000 freiwilligen Stunden zusammen.
Viel Beifall gab es für Martin Grage und auch stellvertretend für alle Mitglieder der FFW Priwall und Travemünde und seinen mit viel Engagement gehaltenen Vortrag. KEV
Alle Fotos: Karl Erhard Vögele
















