KULTUR & BILDUNG 1
Travemünde 24.03.2011
»Wir haben einen Schatz hier«
Travemünder wollen Stadtteilbibliothek erhalten – Thema am 13. April im Ortsrat

Der Jahresbericht der Lübecker Stadtbibliothek zeigt eine Erfolgsgeschichte: Das »zweitbeste Jahr überhaupt« seit 2010 gewesen. Auch in Travemünde sind die Zahlen gut: 40.513 Ausleihen in 2010 (2009 waren es 37.964). Der Bericht wirbt mit freiem Zugang zur Bildung. In Travemünde spricht man von »Bildungsklau« wenn die Stadtteilbibliothek Am Lotsenberg geschlossen wird.
Auch die Schulen arbeiten mit der Bibliothek zusammen, leihen sich Bücher für den Unterreicht aus. Und nicht zuletzt nutzen im Sommer Touristen die Einrichtung.

Die Kunden schätzen ihre Bücherei und die engagierten Mitarbeiterinnen. »Wir haben einen Schatz hier«, sagt eine Stammkundin. Die Bücherei ist für die Menschen Kulturgut, ein Stück Lebensqualität.
Der Bericht der Stadtbibliothek verweist als Ziel darauf, dass Bibliotheken insbesondere die Vermittlung der »Fähigkeit zum selbst regulierten Lernen« (Pisa-Studie) obliegt. Als Zielgruppen werden an erste Stelle Kinder genannt, »insbesondere für die Bewältigung des Lernens in Schulen«.
Eine Gruppe von Bürgern um den Travemünder Ernst Joite hat sich bereits an Gert Schröder vom Travemünder Ortsrat gewendet. Die Schließung, sagen sie, sei ein Schritt gegen Bildung und gegen Kultur. Gert Schröder hat selbst schon viele Anrufe deswegen bekommen. Das Thema soll schon für die Sitzung am 13. April auf die Tagesordnung gesetzt werden, erklärt Thomas Schapke vom Ortsrat auf Nachfrage.

Die Travemünder Bücherei-Freunde würden am liebsten sehen, dass die Verantwortlichen aus der Lübecker Politik und Verwaltung mal nach Travemünde kommen und ihnen ihren ihre Entscheidung erklären. Auch Kultursenatorin Anette Borns. TA











