Travemünde 14.07.2007
Stinkt es ab Herbst in der Altstadt?
Bürgerinitative »Historische Altstadt Travemünde« protestiert gegen Bauarbeiten
Besonders pikant ist Punkt 2: Da wird die Trennung von Regen- und Schmutzwasser angesprochen. Durch die Trennung, so der Verein, würde ein Gestank verursacht, wie er manchmal in der Vorderreihe auftritt. Ähnliches sei auch in Jena und Magdeburg passiert, wo das Fernsehen drüber berichtete. Die Bürgerinitiative »Historische Altstadt Travemünde e.V.« trifft sich am jeweiligen, zweiten Dienstag des Monats um 19.30 Uhr, im Gesellschaftshaus, Torstraße 1. Gäste sind herzlich willkommen. RD
Der Forderungs-Katalog der Bürgerinitiative:
1. Die geplante Sanierung der Versorgungs- und Entsorgungsleitungen in der Altstadt ist notwendig. Jedoch sind die anfallenden Kosten auf der Basis des »Verursacherprinzips« und der »Internalisierung externer Kosten« allein von den Entsorgungsbetrieben
der Hansestadt Lübeck zu tragen.
2. Trennung von Regen- und Schmutzwasser – Soll es hier so stinken wie in der Vorderreihe, in Jena oder Magdeburg? Mögliche Rückbaukosten, die aus Fehlplanungen mit resultierender Geruchs- Belästigung entstehen, wie z. B. in Jena und Magdeburg (lt. Berichten des Fernsehens), müssen von den Entsorgungsbetrieben – nicht den Anliegern – getragen werden.
3. Eine kostenpflichtige, übereilte Straßensanierung muss gestoppt werden. bis die Bürger Ihre Wünsche über die zukünftige Gestaltung der Altstadt, auf demokratischer Basis, formuliert haben. Die zukünftige Gestaltung der Tor- u. Kirchenstraße soll dem Denkmalschutz, den Wünschen der Anwohner und der Urbanität der historischen Altstadt entsprechen. Eine mit »heißer Nadel gestrickte« Vorfestlegung, durch die geplante kostenpflichtige Straßen-Sanierung, ohne Rücksicht auf ein Gesamtkonzept für die historische Altstadt, lehnen wir ab.
4. Wir wollen keine kostenintensive Gründung der Straße für den Schwerlastverkehr zumal der Beschluss des Bauausschusses vorliegt, den Schwerlastdurchgangsverkehr auszugrenzen.
5. Wir fordern eine Verkehrsberuhigung, die für alle bezahlbar bleibt und den Bedürfnissen der Gewerbebetriebe, der Kirchengemeinde, der Stadtschule sowie der Anwohner entspricht.
6. Die Bürgerinitiative »Historische Altstadt Travemünde e.V.« wünscht sich keine schnelle, kostspielige Fehlinvestition, sondern ein besonnenes, fürsorgliches, sozialverträgliches Handeln der Verantwortlichen in Planung und Politik.
1 https://www.hl-live.de/aktuell/text.php?id=34041














