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Travemünde 03.07.2007
SEAREX Team fuhr mit einem taktischen Rennen auf einen Podiumsplatz
Aufstieg in die Evolution Kategorie erfolgte beim Heim – Grand Prix in Travemünde
Teameigner Siegfried Greve und Throttleman Kurt Prüfert waren bei ihrem Debüt in der Powerboat P1 Weltmeisterschaft im vergangenen Jahr in Travemünde in der seriennahen SuperSport Kategorie gestartet. Jetzt, ein Jahr später, entschied sich das Team für den Aufstieg in die Evolution Kategorie für powerstarke Prototypen.

Das Debüt in dieser heiß umkämpften Kategorie mit den besten Teams aus den USA, Italien, Belgien, Österreich und Großbritannien sollte wieder in Travemünde erfolgen. Das neue Boot des Teams, eine Fountain 42 mit leistungsstarken Mercury 525 V8 Maschinen, war erst eine Woche vor dem Start des German Grand Prix of the Sea aus den USA in Deutschland angekommen. Doch dank der guten Vorbereitung in den USA benötigte das SEAREX – Team wenig Zeit für die notwendigen Um- und Einbauten, die für die Powerboat P1 Weltmeisterschaft erforderlich waren. Siegfried Greve und Kurt Prüfert konnten so in Travemünde noch einige Testfahrten unternehmen und sich noch ein wenig an das neue Boot gewöhnen.
Taktisch kluges Rennen sicherte ersten Podiumsplatz
Mit einem taktisch klugen Rennen sicherte sich das einzige deutsche Offshore Powerboat Team SEAREX in der Powerboat P1 Weltmeisterschaft gleich bei seinem ersten Rennen in der Evolution Kategorie einen Platz auf dem Podium. Während die Konkurrenz nach einer Änderung des Rennkurses und der nahezu spiegelglatten See Probleme bekam, die vorgegebene Durchschnittsgeschwindigkeit für das rund 56 Seemeilen lange Rennen vor Travemünde von 87 Meilen pro Stunde (ca. 160 km/h) einzuhalten, gingen die beiden deutschen Piloten das Rennen taktisch klug an.

»Wir haben auf einigen Teilstücken etwas die Speed raus genommen, um am Ende die vorgegebene Durchschnittsgeschwindigkeit nicht zu überschreiten,« sagte Throttleman Kurt Prüfert. Spielt die Top-Speed bei Seegang eher eine untergeordnete Rolle, so kann sie bei ruhiger See wie sie beim German Grand Prix of the Sea herrschte, zu einem Problem werden.
Basierend auf den Endurance Rennen, den Langstreckenrennen, ist die taktische Komponente bei der 2003 entstandenen Powerboat P1 Weltmeisterschaft nach wie vor ein wichtiger Bestandteil. Die Überschreitung der für die Evolution Kategorie vorgeschriebene Durchschnittsgeschwindigkeit von 87 Meilen pro Stunde um bis zu zwei Meilen wird mit einer Strafzeit von 30 Sekunden und bei bis zu vier Meilen mit einer Minute geahndet. Mehr als vier Meilen zuviel führt zur Disqualifikation.
Ein selbst entwickeltes System unterstützt die SEAREX Piloten
In der SEAREX unterstützt ein von Siegfried Greve entwickeltes GPS Gerät die beiden deutschen Piloten bei der Feststellung ihrer Durchschnittsgeschwindigkeit. Mittels eines ausgeklügelten Programms ermittelt das Gerät ununterbrochen die gefahrenen Rundengeschwindigkeiten und -zeiten und berechnet damit die erwartete Durchschnittsgeschwindigkeit für die Gesamtdistanz. Mit diesen Angaben sind Driver und Navigator Siegfried Greve und sein Throttleman Kurt Prüfert dann in der Lage, die Geschwindigkeit der SEAREX entsprechend anzupassen. Dass dieses System einwandfrei funktioniert, zeigte der dritte Platz beim Debütrennen der SEAREX deutlich. »Wir haben viel Entwicklungsarbeit in das neue System gesteckt und werden es auch im Verlauf der Saison noch weiter verfeinern,« so Siegfried Greve. Während einige der insgesamt zehn Konkurrenzteams der SEAREX in Travemünde Strafzeiten aufgebrummt bekamen, fuhren Siegfried Greve und Kurt Prüfert souverän auf den dritten Platz vor und standen damit als erstes deutsches Team überhaupt auf dem Podium eines Powerboat P1 Grand Prix. Den Sieg beim German Grand Prix of the Sea in Travemünde holte sich die favorisierte britische King of Shaves vor dem amtierenden Weltmeister OSG Donzi aus Italien.
Tödlicher Unfall überschattete den German Grand Prix of the Sea
Das Debüt und der erste Podiumsplatz des deutschen SEAREX Teams wurden allerdings von einem tragischen Unfall überschattet. Gleich zu Beginn wurde das erste der beiden Rennen zum German Grand Prix of the Sea am 30.06.07 nach einem tragischen Unfall abgebrochen. Die beiden italienischen Teams Carpenter und Fainplast kollidierten bereits wenige Minuten nach dem Start. Bei dem Unfall wurde einer der Piloten der Carpenter schwer verletzt und erlag später im Krankenhaus seinen Verletzungen. Einvernehmlich entschieden sich die Angehörigen, die Teams und der Veranstalter dazu, das zweite Rennen am 01.07.07 in Gedenken an den eng mit dem Wassersport verbundenen Verstorbenen wie geplant durchzuführen. Für das SEAREX Team folgt nun eine längere Pause bis zum nächsten Rennen im britischen Cowes auf der Isle of Wight. Bei dem Powerboat P1 British Grand Prix of the Sea vom 24.–26.08.07 wollen Siegfried Greve und sein Team dann zeigen, dass der Podiumsplatz bei ihrem Heim-Grand Prix keine Eintagsfliege war.
Quelle: Pressemitteilung SEAREX Offshore Racing Team, Fotos: Bryn Williams für Powerboat P1 Management Ltd.












