Travemünde 10.04.2007
Alte Vogtei von 1551:
Ein Besuch im »Juwel der Vorderreihe«

Die Schwartauer haben Tee gekauft. Und sie lieben die Heißwecken aus dem Teekontor, haben sie uns verraten. Das Hefegebäck, sehr schmackhaft durch den Zimt, luftig und leichter als ein Rosinenbrötchen noch, das passt doch perfekt zu einer Tasse Tee. Die kann man sich im Teekontor mischen und in der Gastronomie gleich zubereiten lassen. So spielen die Geschäfte in der Vogtei zusammen.
Hört man in der Vogtei jemanden Lachen, dann hängt das meist mit dem Tee-Kontor und den fröhlichen Verkäufern dort zusammen. Da ist man glücklich, erfahren wir, von der Vorderreihe in die Vogtei gezogen zu sein. Eine erhebliche Verbesserung sei das gewesen. Über 200 Sorten Tee gibt es. Natürlich auch einen schwarzen »Vogts Spezial«, weich und cremig, mit Saigon-Vanille und Safran-Fäden.

Die Gastronomie in der Vogtei, klar, da fragen wir auch mal nach: Der Vogteiteller ist besonders stark, erfahren wir. Mit Lachs-Makrele, Krabben und anderen geräucherten Fisch-Spezialitäten. Mancher, der den ehemaligen Sitz der Vögte und später der Travemünder Polizei besichtigt, bleibt auch an der knusprig gebratenen Scholle mit Krabben-Beilage hängen.
Rund 500 Gäste zieht es täglich in die Vogtei, am Wochenende schon mal tausend. Besonders wenn Musik ist, wenn Ann Junk ihre Cansons singt und wirkungsvoll die Renaissance-Treppe zur Bühne macht. Ordentlich Laufkundschaft für die ausgesuchten Geschäfte, von »Land und See« ganz vorn rechts über das Teekontor linker Hand, die Gastronomie bis hin zu Juwelier Strese, etwas ruhiger im Hofgebäude gelegen. Schmuck und Uhren will man ja in Ruhe gucken.

Von der Entdeckung der Jahrhundertealten Deckenmalereien über die Baustellen-Besichtigungen bis zur Eröffnung konnten die Travemünde die Wiedergeburt der Vogtei erleben. So ganz fertig ist immer noch nicht alles. Zum Glück. Da gibt es immer wieder etwas zu Entdecken! HN


1 https://www.vogtei-travemuende.de















