HAFEN
Travemünde/Lübeck 31.08.2008
Aus für ökologische Hafengebühren
Insbesondere die Schadstoffbelastung in Travemünde führte am 26. Januar 2006 zu einem Beschluss der Bürgerschaft, der für saubere Luft im Hafen sorgen sollte. Im Kern ging es um eine Landstromversorgung und um eine Staffelung der Hafengebühren nach ökologischen Auswirkungen. Die Landstromversorgung ist gestartet und stößt auch weltweit auf großes Interesse. Da ab 2010 auf der Ostsee nur noch mit schwefelarmen Öl gefahren werden darf, rechnet sich die Technik auch wirtschaftlich.
Probleme macht aber der Punkt ökologischer Hafengebühren. Die Lübeck Port Authority sieht für dieses Projekt keine Chance. Rabatte für Öko-Schiffe müssten durch höhere Gebühren bei anderen Schiffen finanziert werden. Das werde zu einer Verlagerung in andere Häfen führen. Außerdem würden sich die Umwelteigenschaften nur schwer bewerten lassen. Dazu gehöre unter anderem die Energieeffizienz, verwendeter Treibstoff, Abgasreinigung und Maschinenauslastung. Entweder müsste man sich auf wenige Bereiche konzentrieren oder ein sehr komplexes Gebührenwerk aufstellen.
Die Port Authority sieht noch ein weiteres Problem: Durch die Rabatte für einige Schiffe könnte für diese der Umstieg auf Landstrom eher verhindert werden. Nur Landstrom könne aber auch Emissionen wie Lärm und Vibrationen verhindern.
Erledigt hat sich auch ein anderer Vorschlag der Politik. Die Bürgerschaft forderte zu prüfen, ob man Kühlanhänger und -container im Hafen über Stromkabel versorgen kann. Diese Anschlussmöglichkeiten bestehen nach Angaben der LHG bereits. VG
Quelle: HL-live.de (direkter Artikel-Link unten).