POLITIK 18 

Travemünde 10.02.2018

Kommunalwahl: CDU lässt Travemünder Ortsverbandsvorsitzenden nicht antreten

In einem Interview für die März-Ausgabe von »Travemünde Aktuell« ging der Travemünder CDU-Politiker Thomas Thalau noch davon aus, zur Kommunalwahl im Mai wieder anzutreten (TA berichtete). Er wollte versuchen, den Wahlkreis 24 direkt zu gewinnen. Doch der CDU Parteitag entschied am Samstag überraschend anders.

Tritt nicht zur Kommunalwahl an: Der Travemünder CDU-Ortsverbandsvorsitzende Thomas Thalau. Foto: <b>ARCHIV TA</b>
Tritt nicht zur Kommunalwahl an: Der Travemünder CDU-Ortsverbandsvorsitzende Thomas Thalau. Foto: ARCHIV TA

»So ist Demokratie – der Parteitag der CDU ist nicht dem Votum der Travemünder CDU gefolgt! Ich bin kein Kandidat im Wahlkreis 24!«, schrieb Thalau am Samstagnachmittag im sozialen Netzwerk »Facebook«. Mit drei Stimmen Vorsprung (91 zu 89) hatte sich Jochen Mauritz durchgesetzt.

Beobachter berichteten zunächst, Thalau sei daraufhin auch als Vorsitzender des Travemünder CDU-Ortsverbandes zurückgetreten, was Thalau aber verneinte. Der Politiker ist seit Mai letzten Jahres Vorsitzender des Travemünder CDU-Ortsverbandes und hat im Seebad den Ruf des »Kümmerers«, den man anruft, wenn es ein Problem gibt.

Mit drei Stimmen Vorsprung: Jochen Mauritz setzte sich beim Parteitag der CDU durch. Foto: <b>ARCHIV TA</b>
Mit drei Stimmen Vorsprung: Jochen Mauritz setzte sich beim Parteitag der CDU durch. Foto: ARCHIV TA

Im Wahlkreis 24 wird es nun interessant: Jochen Mauritz, der für die CDU Mitglied im Ausschuss für Umwelt, Sicherheit und Ordnung ist, tritt im Wahlkreis 24 gegen bekannte Namen an: Als Favoritin gilt Sabine Haltern (SPD), die sich seit Jahren im Travemünder Ortsrat engagiert und dort stellvertretende Vorsitzende ist. Weiter tritt Willi Altenburg für die aus dem Bürgermeisterwahlkampf sehr erfolgreichen »Unabhängigen« an und als Neueinsteigerin Anne Alam, die immerhin einen bekannten Namen vorweisen kann: Ehemann Ali Alam ist ebenfalls aus dem Bürgermeister-Wahlkampf bekannt und tritt im benachbarten Wahlkreis 25 an. TA

Artikel-Info:

Artikel veröffentlicht: 10.02.2018, 16:18 Uhr
Aktualisiert: 10.02.2018, 16:33 Uhr
Letzter Zugriff: 20.02.2018, 22:28 Uhr
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Kommentare - Älteste Kommentare zuerst.

Kommentar von Rosa Stilzchen am 10.02.2018 [4,2/99]

Dieses Votum ist der lokalpolitische Start eines CDU-Kamikazefluges!

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Kommentar von A. Nogenfritz am 10.02.2018 [4,3/96]

Hallo Rosa Stilzchen, bitte verraten Sie mir doch, auf welches gegnerische (politische) Schlachtschiff sich denn der Kamikazeflieger mit seiner (politischen) Bombenfracht in selbstmörderischer Absicht stürtzen wird? An sonsten stimme ich Ihnen zu, dass die CDU mit dieser Entscheidung einen riesigen Fehler gemacht hat. Die Lübecker blicken halt nicht durch, wenn es um Travemünde geht. Das ist offenbar auch bei der CDU so.

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Kommentar von Peter Kohnert am 10.02.2018 [4,3/118]

Ein Armutszeugnis der CDU! Einen Mann wie Thalau ,der sich außerordentlich für die Bürger in- Travemünde- eingesetzt hat so abzufertigen bedeutet doch,das der-CDU- die Anliegen in unserem Ortsteil absolut egal sind!! – Wie in Berlin ,es geht nur um Posten,nicht um Leistung.– Ich bin schon vor Jahren aus der CDU ausgetreten (Gosch -Ansiedlung-Tornado Wiese) Anscheinend war meine Endscheidung richtig.

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Kommentar von Ingbert Schmitt am 10.02.2018 [4,3/105]

Ein ziemliches Schmierentheater! Was für ein mieses Verhalten – Kopf hoch Herr Thalau! Ich werde mir genau überlegen ob die CDU Lübeck noch wählbar ist.

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Kommentar von R. Stilzchen am 10.02.2018 [4,2/90]

@A.Nogenfritz: Das »gegnerische,politische Schlachtschiff« ist die travemünder SPD-Gegenkandidatin.Die CDU konnte dieser keinen größeren Gefallen tun.Der unerwartete Kamikazepilot der CDU ist für sie kein ernsthafter Gegner und ein leichtes Ziel. Den kann das »Schlachtschiff« im »Anflug abschießen“.

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Kommentar von Klaus Palte am 11.02.2018 [4,5/100]

Kommunalpolitik ist Politik für den Bürger, direkt vor Ort. Niemand überzeugte für die CDU mehr als Thomas Thalau. Niemand hätte mehr Stimmen für die CDU geholt als er. Seine Erfolge in der Vergangenheit sind meßbar und belegbar. Das zählte offenbar nicht beim Kreiparteitag. Statt dessen nun Mauritz? Ich kann mich nur daran erinnern, daß dieser mal den Travemünder CDU-Ortsverband führte und sich mit unglaublichen Peinlichkeiten outete. Wo und was hat er was für Travemünde getan? Ich sehe Nichts. Mit dieser Entscheidung wird die CDU ihr schlechtestes Wahlergebnis in Travemünde einfahren. Zu recht. Die Bürger werdens richten. Der Unmut über die Berliner Vorgänge werden noch das ihrige dazu beitragen. Parteienfrust kommt auf, die neuen in der Kommunalpolitik, auch wenn sie noch grün sind hinter den Ohren, werden davon profitieren. Das Motto heißt dann für den Wähler: straft die CDU ab! Wählt die Unabhängigen oder auch die anderen Exoten. Oder wählt gar nicht. Wie fatal!

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Kommentar von A. Nogenfritz am 11.02.2018 [4,4/79]

Hallo Rosa Stilzchen, die (politischen) Raketen des (politischen) Schlachtschiffes in Person der Kandidatin der SPD haben ja noch einen Nachbrenner bekommen. Denn die FDP hat mit ihrem Liberalen Stammtisch dem Wahlkampfauftakt der SPD durch Ihren künftigen Bürgermeister eine wunderbare Plattform geboten: er konnte dort, und das ist sehr wirksam für Travemünde, verkünden, dass die SPD den Travemündern einen kostenlosen Strandzugang bescheren wolle. Aber so ganz ist es ihm nicht gelungen, dieses Thema für die SPD zu belegen. Denn der Kandidat Heino Haase der Unabhängigen (fast hätte ich geschrieben »Der Unabgängigen« :=)) hat sogleich versichert, dass er dies auch gut fände. Nun votieren also auch die Unabhängigen dafür. Wer will denn jetzt noch von den anderen Parteien gegen diese Geldgießkanne gegenan wettern ohne Gefahr zu laufen, weitere Wählerstimmen zu verlieren? Da staunt der Bürger!

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Kommentar von Ingbert Schmitt am 11.02.2018 [4,4/97]

@Klaus Palte: stimmt, Mauritz war auch mal CDU Vorsitzender in Travemünde und dort gescheitert! ... und jetzt wird der Bock zum Gärtner gemacht – GLÜCKWUNSCH!

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Kommentar von Jürgen K am 11.02.2018 [4,3/95]

Thomas Thalau kümmert sich wohl zu sehr um Travemünde, was einigen ein Dorn im Auge zu sein scheint. Für mich wäre er der einzige Grund gewesen ein erstes mal im Leben CDU zu wählen. Na dann werden es halt die Unabhängigen.

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Kommentar von anonymer Kurgast am 11.02.2018 [2,3/87]

Ich glaube, hier kommentieren überwiegend die Gegner der CDU und zeigen sich bestürzt über die Entscheidung der Kandidatenaufstellung in Travemünde. Recht scheinheilig, denn sie hätten sicher auch Herrn Thalau ihre Stimme nicht gegeben. Die CDU, die ja mit knapper Mehrheit Herrn Mauritz gewählt und wird sicher auch wissen warum. Ob ein Travemünder darauf hereinfällt, dass jetzt die CDU-Gegner so tun, als hätten die Partei den besten aller Kandidaten nicht aufgestellt und man deshalb »unabhängig« wählen muss? Mir scheint, nach der Bürgermeisterwahl mit ihren Auswüchsen wird auch die Kommunalwahl einen gewissen Unterhaltungswert in Sachen Schmuddelwahlkampf und Intrigen in den Leserzuschriften bieten –- jedenfalls für mich als nicht Lübecker.

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Kommentar von Heino Haase am 11.02.2018 [3,5/71]

Hallo Herr Nogenfritz Ich freue mich über den Zuspruch den »Die Unabhängigen« hier im Forum erleben. Das ich auf den Vorschlag von Lindenau wegen des kostenlosen Zugangs zum Strand für Travemünder eingegangen bin, liegt an unserer Einstellung. Wir wollen lagerunabhängig sein (kein Filz) und das unterstützen was für den Bürger gut ist. Auch wenn es von einer anderen Partei kommt. Aber auch vor dem Hintergrund einer Forderung die Fährpreise für Travemünder zu senken. Im übrigen hat Herr Lindenau auf der gleichen FDP Veranstaltung davon gesprochen, dass es nur noch eines Verwaltungaktes bedürfe um den Kohlenhof zu bebauen. Und gegen diese Bebauung werden wir »Unabhängigen« uns vehement wehren. Heino Haase

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Kommentar von Edgar Reif am 12.02.2018 [1,9/54]

Ich finde die Kommentare gegen Herrn Mauritz geschmacklos. Es ist wohl so, dass einer, der nicht nach der Pfeife einer bestimmten Gruppe tanzt, gleich als Kamikazeflieger bezeichnet wird. Hoch sollen sie leben, die Ja-Sager der CDU, die einem Familien-Clan kritiklos folgen. In diesem Sinne: »Herzlichen Glückwunsch und weiter so, Herr Mauritz.« Im Übrigen hat sich auch Herr Mauritz um das Allgemeinwohl verdient gemacht. Er ist nicht nur seit zwei Legislaturperioden in der Bürgerschaft, wo er sich mit Erfolg um Innen- und Sicherheitsfragen kümmert. Darüber hinaus hat er sich auch seit Jahrzehnten bei der Freiwilligen Feuerwehr Travemünde engagiert. Dort wird nicht nur geübt, sondern bei Einsätzen die Gesundheit und manchmal sogar das Leben riskiert.

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Kommentar von David Kidon am 12.02.2018 [4,1/51]

@E.Reif>Die erbosten Kommentare sind wohl eher Ausdruck einer Entäuschung, dass ein verdienstvoller und keineswegs »familienklan-höriger« Travemünder Lokalpolitiker auf für Außenstehende nicht nachvollziehbare Weise »ausgeschaltet« wurde.Der Wahlkreis 24 war bislang nicht der des Herrn Mauritz. Es gibt eben auch Kandidaten, die nur vor Wahlen »aus der Versenkung auftauchen« – so z.B. die jetzt »Gekürten« für die Wahlkreise 24 und 25! Beide erscheinen öffentlich nur selten und mit wenig bürgernahen Äußerungen. Die »Klanverschwörungstheorie« trifft daher wohl eher auf die überraschende Wahl des Herrn Mauritz zu.

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Kommentar von A. Nogenfritz am 13.02.2018 [4,3/50]

@Edgar Reif. Herr Thalau wurde nicht gewählt weil er, so Ihr Kommentar, mit einem Familienclan »sympatisiert« hat. Das ist eine Ungeheuerlichkeit, den Vorsitzenden des größten und erfolgreichsten CDU-Ortsverbandes der Lübecker CDU, so abzukanzeln und das nach seinen Leistungen und der Bedeutung der CDU für Travemünde gerechtfertige Mandat zu verweigern. Mauritz ist nach meinem Eindruck mit den »Leistungen« die Sie erwähnen weder aufgefallen, noch hat er positiven Spuren hinterlassen. Ich bin kein CDU-Mitglied noch regelmäßiger CDU-Wähler. Aber ich sehe seit Jahren, wie sich Herr Thalau für Travemünde erfolgreich als MdBü engagiert. Erschütternd ist die Kaltschnäuzigkeit mit der ein erfolgreicher und von der Bevölkerung geschätzter Politiker einfach abgehalftert wird und sie das auch noch öffentlich schildern. »Das Volk versteht das meiste falsch, aber es fühlt das meiste richtig« so Tucholsky. Und so werden auch die gefühlten Wahlentscheidungen der Bürger negativ für die CDU ausgehen.

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Kommentar von Ingbert Schmitt am 13.02.2018 [4,4/49]

Nach den beschämenden Äusserungen von »Edgar Reif« tut es mir für die CDU Travemünde sehr leid – aber bei der Wahl werde ich nach vielen Jahrzehnten diese Partei nicht mehr wählen. Das Lübecker CDU Ergebnis wird dementsprechend sein – ich kenne etliche Travemünder CDU Wähler (Wahlkreis 24 und 25!) die diese Hinterhältigkeit nicht unterstützen! Für Herrn Thalau wünsche ich viel Kraft und lassen Sie sich nicht entmutigen!

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Kommentar von Dr. P. Voeltz am 13.02.2018 [4,4/40]

Die Zahl der Kommentare, die sich über den Umgang mit T.Thalau empören, spricht für sich. Hinterrücks gemeuchelt wie Brutus – so wird an Herrn Mauritz dieser Kreisparteitag haften bleiben. Nachdem die Kritik in Travemünde unüberhörbar wächst und auch zum Schaden der CDU sein wird, sollte guter hanseatischer Stil und politische Vernunft ihn bewegen unverzüglich auf seine Kandidatur zu verzichten!pv+

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Kommentar von A. Nogenfritz am 14.02.2018 [4,2/26]

@pv+ Ein Rücktritt des Herrn Mauritz von seinem Mandat ist überfällig und nicht nur fair. Die CDU muss einen Weg finden, Herrn Thalau und dem CDU Ortsverband Genugtuung zu verschaffen um Kandidat für den Wahlkreis 24 zu werden. Sonst wird der Schaden für die CDU bleiben. Was der CDU schadet, schadet auch der Bürgerschaft. Denn das Vertrauen in die großen Volksparteien nimmt weiter ab und die Bürger laufen dann zur AFD, zu anderen Miniparteien, nicht ernst zu nehmenden Exoten oder auch zu den »Unabhängigen«, die eine Mehrheit von CDU, SPD oder auch Anderen, sprich Stabilität, verhindern wollen. So leistet die CDU der Zersplitterung der Bürgerschaft Vorschub, und damit einer auch weiterhin von wechselnden Mehrheiten durch Aus- und Eintritte in Minifraktionen geprägten Bürgerschaft. Meine Hoffnung, dass die teilweise chaotischen Verhältnisse in der Bürgerschaft der Vergangenheit angehören, schwindet immer mehr. Die Politikfähigkeit der CDU fürs Gemeinwohl macht dieser Vorgang fraglich.

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Kommentar von Gernot von der Rönnau am 15.02.2018 [4,2/25]

So ist Demokratie ...... Herr Thalau ist mir für Travemünde als sehr aktiver und problemlösender Politiker bekannt (zumindest versucht er es vehement). Warum er von der CDU nicht gewählt wird, entzieht sich meiner Logig. Vielleicht sollte man einen Aufruf starten. Politiker, auch kommunale, sind Volksvertreter und somit für uns da, um unsere Interessen zu vertreten. Das scheinen viele Politiker vergesessen zu haben, gerade bei der CDU. Da ich Herrn Mauritz weder kenne, noch von ihm vertreten werden möchte, würde ich einen Aufruf starten: –––––––––- Wir wollen Thalau zurück!––––––––––––

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