SCHULE & AUSBILDUNG 

Travemünde 02.12.2017

Holo-Qualle in der Schule

Sonst würde er vor Vorständen sprechen, jetzt vor Grundschülern, doch nervös sei er auch hier, meinte der Travemünder Erfinder Sven Schreiber. In der Stadtschule konnten die Kinder einen spannenden Einblick in die Entwicklung der virtuellen Realität (VR) erleben.

Der Travemünder Erfinder Sven Schreiber zeigte Grundschülern der Stadtschule, wie man mit Handy und Spezialfolie holografische Figuren erzeugen kann. Fotos: <b>TA</b>
Der Travemünder Erfinder Sven Schreiber zeigte Grundschülern der Stadtschule, wie man mit Handy und Spezialfolie holografische Figuren erzeugen kann. Fotos: TA

Mit viel Enthusiasmus und dadurch immer Gefahr laufend, den Zeitrahmen der Unterrichtsstunde zu sprengen, zeichnet Sven Schreiber anhand seiner eigenen Laufbahn die Entwicklung die VR-Entwicklung nach. Schon 1991 hat er damit angefangen. Ein bekanntes Produkt ist die Pappbrille aus einfachem Karton, in die sich ein Handy als Bildschirm schieben lässt. So bekommt man für wenige Euro ein funktionsfähiges VR-Headset, mit dem sich zum Beispiel Kugelpanoramen erleben lassen. »Das Ding haben wir erfunden, 2013«, erzählt er.

Eine Qualle schwebt über dem Display. Foto: <b>TA</b>
Eine Qualle schwebt über dem Display. Foto: TA

Doch es geht auch ohne Brille: Die ebenfalls nur wenige Euro teure »Hologrammfolie« wird wie ein Trichter aufs Handy gestellt. Mit einem passenden Video schwebt da plötzlich eine holographische Qualle in der Luft. Ein größeres Modell zeigt zur Freude der Kinder eine kleine Tänzerin.

Auch die kleine Tänzerin begeistert. So etwas lässt sich auch in Lebensgröße fertigen, dann könnte man mittanzen. Foto: <b>TA</b>
Auch die kleine Tänzerin begeistert. So etwas lässt sich auch in Lebensgröße fertigen, dann könnte man mittanzen. Foto: TA

Dann kommt der praktische Teil: Jedes Kind bekommt eine Hologrammfolie, die mit mittels Folienstift und Schere in Form gebracht werden muss. Da wird die Unterrichtszeit schon knapp, doch weitere Stunden folgen. Es sollen ja auch noch Holo-Filme produziert werden, die Kinder wollen ihr eigenes Gesicht über dem Handy schweben lassen. Vier Aufnahmen von allen Seiten braucht es für die vier Seiten der Hologrammfolie. Man merkt schon, das hat dann auch mit Mathematik zu tun, und das freut den Rektor.

Zuhause können die Kinder dann mit einer faszinierenden Spielerei auftrumpfen, die sich immer weiterentwickelt. Wer weiß, vielleicht hat ja einer der heutigen Grundschüler später einmal die zündende Idee: »Jeder kann ein Erfinder sein«, sagt Sven Schreiber. Der muss es wissen. TA

Externe Links:
1 http://www.Holo2buy.com

Artikel-Info:

Artikel veröffentlicht: 02.12.2017, 13:52 Uhr
Aktualisiert: 02.12.2017, 13:58 Uhr
Letzter Zugriff: 20.02.2018, 04:23 Uhr
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