POLITIK/BLAULICHT
Travemünde 19.07.2010
Boot, Tore, Löschfahrzeug:
Carsten Stier (FDP) informiert sich über Ausrüstungsprobleme bei der FFW Travemünde

Travemündes Ortswehrführer Martin Grage berichtete zunächst vom defekten Feuerwehrboot: Die »Gert Michael Kröger« hatte auf einer Dienstfahrt einen Motorschaden erlitten, eine Reparatur des 18 Jahre alten Bootes lohnt nicht mehr. Auf dem Geburtstags-Fest der Travemünder Wehr hatten Handwerkergemeinschaft, Kiwanis-Club und die Raiffeisenbank dann bereits Beträge für ein neues Boot gespendet, 2.500 Euro waren so zusammengekommen. Ein neues Boot von der Baaro-Werft in Bayern kostet allerdings voraussichtlich 120.000 Euro. Die Werft baut spezielle Feuerwehr-Boote, das für Travemünde geeignete Modell besteht komplett aus robustem Aluminium, 7,80 Meter lang, mit Bugklappe, Rammleiste und hat nur 35 Zentimeter Tiefgang für Einsätze auch in flachem Wasser. Haupteinsatzgebiete des Travemünder Feuerwehrbootes waren bislang die Suche nach vermissten Personen und die Bekämpfung von Ölverschmutzungen auf dem Wasser.
Von einem anderen, längst bekannten Problem, hatte Carsten Stier gedacht, das sei lange erledigt: Die Tore für die Einfahrt zum Gerätehaus auf dem Baggersand müssen ausgetauscht werden. Solange die Tore nicht vergrößert werden, kann die FFW ihren fast schon »musealen« Fuhrpark nicht ergänzen. Dabei steht ein neues Löschfahrzeug, ein gebrauchtes HLF der Berufsfeuerwehr, schon bei Wache 1 bereit. Die FFW Travemünde ist für die Übernahme des Fahrzeugs personell gut aufgestellt, verfügt zur Zeit über 9 AT-Geräteträger und ab September über 14 AT-Geräteträger. Durch ihre Schnelligkeit und die hohe Fachkompetenz ist sie eine sehr gefragte Feuerwehr in der 3. Feuerwehrbereitschaft.
Allein, das neue benötigte Löschfahrzeug passt nicht durch die Travemünder Tore. Selbst wenn alle jetzt vorhandenen Travemünder Feuerwehr-Fahrzeuge einsatzbereit sind, ist zuwenig Material auf den Fahrzeugen. Dass bisher nichts passiert ist, sei reines Glück, erklärte Ortswehrführer Martin Grage. Schlimmstmöglicher Fall wäre ein größeres Feuer in Travemünde zu einem Zeitpunkt, wo die Berufsfeuerwehr der Wache 3 in Kücknitz an anderer Stelle im Einsatz ist.
Carsten Stier verwies auf die Prioritätenliste aus der jährlichen Begehung der Feuerwehren, die von der Feuerwehr selbst festgelegt wird und zur Zeit abgearbeitet wird. Im Fall der Travemünder Tore ist es allerdings so, dass die 80.000 Euro längst bereitstehen, das Gebäudemanagement den Auftrag aber aus arbeitstechnischen Gründen nicht umsetzen kann. »Wenn Herr Rathke sagt, die Gelder sind da, dann werden wir auch darüber reden im Ausschuss«, versprach Carsten Stier. Die Daten aus Travemünde will er sich noch mal schicken lassen. TA











