POLITIK 5 

Travemünde 12.04.2018

SPD nördlich der Trave fordert dritte Wagenfähre!

Die SPD-Ortsvereine nördlich der Trave, Kücknitz und Travemünde, begrüßen die Planung des Stadtverkehrs Lübeck, die Priwallfähre durch den regelmäßigen Einsatz einer neuen dritten Wagenfähre zu stärken.

Die SPD, hier am Donnerstag beim Wahlkampf am Wochenmarktgelände, fordert eine dritte Wagenfähre. Foto: <b>TA</b>
Die SPD, hier am Donnerstag beim Wahlkampf am Wochenmarktgelände, fordert eine dritte Wagenfähre. Foto: TA

Bereits auf dem Bürgerspaziergang am 25.März war die Verkehrssituation auf dem Priwall und somit auch die dritte Priwallfähre ein Thema. Diese ist nach Ansicht der SPD Kandidaten zur Bürgerschaftswahl Sabine Haltern, Christoph Evers, Ulrike Siebdrat und Jörn Puhle unbedingt notwendig, um den erhöhten Verkehrsanforderungen – insbesondere ausgelöst durch das Projekt Waterfront – gerecht zu werden und Staus zu vermeiden. Sabine Haltern, stellvertretende Vorsitzende des Ortsrats Travemünde, verdeutlicht: »Auch ohne Waterfront ist eine neue Wagenfähre erforderlich, um bei technischen Störungen die Zuverlässigkeit des Fährverkehrs besser zu gewährleisten. Dies sind wir den zahlreichen Priwall-Pendlern schuldig.«

Ulrich Pluschkell, verkehrspolitischer Sprecher der SPD-Bürgerschaftsfraktion und zugleich Aufsichtsratsvorsitzender beim Stadtverkehr Lübeck: »Der SL-Aufsichtsrat hat sich im vergangenen Jahr intensiv mit dem Thema Priwallfähre befasst. Erste Verbesserungsmaßnahmen im Bereich Schiffstechnik wurden bereits durchgeführt oder eingeleitet, der Dienstplan wurde optimiert und die Leitung des Fährbetriebs neu besetzt. Zudem wurden Finanzmittel bereitgestellt, um in diesem Jahr die Planungen für den Bau einer neuen Wagenfähre voranzubringen.«

SPD-Bürgerschaftskandidat Christoph Evers hierzu: »Die Anstrengungen des Stadtverkehrs zur Verbesserung der Priwallfähre sind zu begrüßen. Doch wirklich wichtig ist letztlich nur die Zielerreichung. Das heißt: Möglichst schneller Einsatz einer neuen Fähre, – spätestens im nächsten Jahr!« M

Quelle: Text: Pressemitteilung SPD Travemünde, Foto: TA

Artikel-Info:

Artikel veröffentlicht: 12.04.2018, 19:35 Uhr
Aktualisiert: 12.04.2018, 19:40 Uhr
Letzter Zugriff: 19.04.2018, 22:41 Uhr
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Kommentare - Älteste Kommentare zuerst.

Kommentar von Otto Holüber am 12.04.2018 [4,3/79]

Der Fährbetrieb hat die Fähren Pötentz, Travemünde und die Berlin, welche die Rolle einer Ersatzfähre hat, die häufiger im Einsatz ist. Eine neue Fähre wäre eine vierte Fähre und keine dritte Fähre. Außerdem soll die Anschaffung dieser schon längst beschlossen worden sein. Die Fähren fielen wegen technischer Mängel immer wieder aus, häufiger aber wegen Personalknappheit. Da müsste mal nachkorrigiert werden. Ob dann mit dem 4. Dampfer die immer wieder an die Wand gemalten Verkehrsprobleme gelöst werden können, und die jetzt im Wahlkampf als Totalkatastrophe den Untergang Travemündes voraussagen, hat noch keiner so recht bewiesen. Katastrophengedöns kommt halt an. Und am Wochenende bei guten Wetter und Bettenwechsel wird es halt eng. Da hilft kein 4. Dampfer, keine Wiedereröffnung der Travemünder Landstraße, keine neuen Tiefgaragen und auch nicht die Unabhängigen Träumer in der Bügerschaft. Freut Euch doch darüber, dass Travemünde so beliebt ist!

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Kommentar von Christian Jäger am 13.04.2018 [4,5/37]

Unsinnige Forderung der SPD. Erstens gibt es bereits eine dritte Fähre und zweitens können ohnehin nur zwei Fähren gleichzeitig fahren. Wozu eine weitere? Das befürchtete Verkehrschaos wird nur sporadisch auftreten und kann auch durch andere Maßnahmen verhindert werden. Die meisten Waterfront-Gäste, die mit dem eigenen PKW kommen werden ohnehin über Mecklenburg anreisen. Besser wäre es, den Touristen und Tagesgästen erreichbare Parkplätze auf beiden (!) Seiten der Trave anzubieten und sich für ein bedarfsgerechtes ÖPNV-Angebot einzusetzen.

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Kommentar von Otto Holüber am 13.04.2018 [4,6/35]

Herr Jäger, als vor einiger Zeit ein Anleger auf einer Seite kaputt war, sind die Fähren im Gegentakt gefahren. Sie haben zur selben Zeit etwa abgelegt und sind sozusagen um ein ander herumgefahren jeweils zum Anlieger auf der anderen Seite. Das Fährpersonal gekonnt reagiert. Ich kann mir vorstellen dass auf diese Weise auch 4 Fähren fahren können. Jedenfalls kurzfristig. Dabei hat natürlich immer der auf der Trave längs fahrende Verkehr Vorfahrt, da Bundeswasserstraße und der querende Verkehr ist wartepflichtig. So was erschwert natürlich gerade an einem Wochende mit viel Seglern und kleinen Motorbooten die Sache ganz erheblich, aber es geht. Die andere Frage ist aber, ob es so viel bringt, dass damit ein wesentlicher Teil des Staupotentials verringert wird. Es sieht nicht danach aus. Daher wäre es gut, wenn viele Leute die auf den Priwall zu den FeWos wollen, über MVP anfahren. Tagesbadegäste zum Priwall werden aber auch über MVP ein Problem haben – wo parken auf dem Priwall?

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Kommentar von Heino Haase am 15.04.2018 [2,9/17]

Auf der JHV des Verein der Priwallbewohner hat der Leiter des Lübecker Stadtverkehr die Anschaffung einer zusätzlichen Fähre als »angedacht« bezeichnet. Konkrete Pläne gibt es nicht. Das Problem ist, die »Berlin« braucht wegen der technischen Beschaffenheit (abweichende Anlegehöhe) einen eigenen Anleger. Die anderen Fähren können nicht dort anlegen wo die »Berlin« anlegt. Und das 3 Fähren umeinander herum tänzeln ist nicht machbar. Eine andere Frage ist: Wer soll die 4. Fähre bezahlen, die nur wegen der hohen Bettenzahl bei Waterfront notwendig wäre? Alle Benutzer der Fähre? Was machen die notwendigen Fährleute außerhalb der Saison? Also Leute, so schnell geit dat nich mit dat nühe Schipp. Wie töft wieder in langer Reeg op denn Baggersand. Scherzfrage: Wer ist nur für den Schlammassel verantwortlich?

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Kommentar von Otto Holüber am 16.04.2018 [5,0/10]

Entweder der Herr Leiter Verkehr hat »dumm Tüch« geredet oder der Herr Unabhängige hat das alles nicht richtig verstanden. Natürlich legt schon seit Jahren die Berlin immer dort an, wie die anderen beiden neueren Fähren auch anlegen. Das hat mit der Anlegehöhe nichts zu tun. Nur muss die Berlin, weil sie einen »Balkon« hat, immer so fahren, dass der Balkon auf der Seeseite ist. Und das um einander herumtänzeln ist ebenfalls Tagesgeschäft und funktioniert hervorragend, wenn 1 Anleger auf einer Seite oder wenn ein Anleger auf je einer Seite ausfallen. Um das so zu sehen, muss man kein Fachmann sein, und man muss auch nicht die Qualifikation eines Kapitäns*In haben. Es reicht, wenn man mit den Augen da hinschaut. Falls aber wirklich der Leiter Verkehr das so gesagt haben sollte, dann wäre das eine Katastrophe. Und angedacht soll die neue Fähre sein. Na ja, denken ist schon mal gut. Und da wird ganz vorzüglich die neue Kapitänin sicherlich durchgreifend positiv helfen können.

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