POLITIK 1 

Travemünde 14.02.2018

Gut besuchte Diskussion über die Vorderreihe

Gut 60 Travemünder Bürgerinnen und Bürger waren am Dienstagabend auf Einladung des SPD-Ortsvereins ins Gesellschaftshaus gekommen um mit unserem künftigen Bürgermeister Jan Lindenau und dem baupolitischen Sprecher der SPD-Bürgerschaftsfraktion Harald Quirder über die Verkehrsregelung in der Vorderreihe zu diskutieren. Mit dabei waren die Kandidaten der Travemünder SPD für die Bürgerschaftswahl, Sabine Haltern und Christoph Evers.

Claus F. W. Pätow Vorsitzender des SPD Ortsvereins Travemünde bei der Begrüßung und seinem Eröffnungsstatement. <b>Foto Karl Erhard Vögele</b>
Claus F. W. Pätow Vorsitzender des SPD Ortsvereins Travemünde bei der Begrüßung und seinem Eröffnungsstatement. Foto Karl Erhard Vögele
Travemünde Aktuell: Gut besuchte Diskussion über die Vorderreihe

»Ganzjährige Fußgängerzone oder verkehrsberuhigter Bereich?« war die Fragestellung, zu der die Politiker vor allem die Meinung der Betroffenen anhören wollten. Dabei wurde deutlich, dass nicht die gemeinsame Nutzung der Vorderreihe durch Fußgänger, Radfahrer und im Winterhalbjahr auch Autos im Anliegerverkehr als Problem gesehen wird, sondern die fehlende Rechtssicherheit: »Die Vorderreihe sieht aus wie eine Fußgängerzone, ist aber keine«, brachte es ein Besucher auf den Punkt. Ein Mangel, der auch auf die verfehlte Beschilderung zurückgeht, nach der den Fußgängern die Benutzung der Fahrbahn eigentlich nicht erlaubt wäre. Gerade das ungestörte Flanieren und die Außengastronomie machen aber für Urlauber wie für Einheimische den Reiz der Straße am Traveufer aus. So habe es auch der Bauausschuss bei der Neugestaltung der Vorderreihe gewollt, wusste Harald Quirder. Auch er halte eine »verkehrsberuhigte Zone« für eine sinnvolle Lösung. Die Bürgerschaft habe der Verwaltung einen entsprechenden Prüfauftrag erteilt.

Travemünde Aktuell: Gut besuchte Diskussion über die Vorderreihe

In diese Richtung ging offenbar auch die mehrheitliche Meinung der Anwesenden: Die Vorderreihe sollte als verkehrsberuhigte Zone, auf Grund des blauen Tafel Nr. 325 auch gelegentlich als »Spielstraße« bezeichnet, ausgewiesen werden. Eine zusätzliche Einschränkung des Kraftfahrzeugverkehrs im Sommer könnte durch versenkbare Poller durchgesetzt werden.

Jan Lindenau fasste schließlich zusammen: Man müsse sich entscheiden, wie man den Verkehr organisieren will: kein unbegrenztes »Drive in« für Touristen; Priorität für Fußgänger, aber keine Ausgrenzung des Rad- und Lieferverkehrs; unterschiedliche Regelung für Sommer und Winter. Und er gab zu bedenken: Mit Schildern könne man juristische Regelungen treffen, letztlich komme es aber auf die Bereitschaft zu einem vernünftigen Miteinander an. PM SPD-Ortsverein Travemünde

Demnächst Bürgermeister: Jan Lindenau. <b>Foto Karl Erhard Vögele</b>
Demnächst Bürgermeister: Jan Lindenau. Foto Karl Erhard Vögele

Fotos Karl Erhard Vögele

Artikel-Info:

Artikel veröffentlicht: 14.02.2018, 09:39 Uhr
Aktualisiert: 15.02.2018, 07:59 Uhr
Letzter Zugriff: 21.02.2018, 01:59 Uhr
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Kommentar - Älteste Kommentare zuerst.

Kommentar von Felix Baisickler am 15.02.2018 [3,1/32]

Anzuerkennen ist, dass Lübecker SPD Top-Politiker in Travemünde Rede und Antwort stehen. Die Einführung zum Thema von Claus F. W. Pätow, Vorsitzender des SPD OV Travemünde war umfassend. Die beiden Lübecker schienen nichts von klarstellenden Schildern zu halten. Ihre voreingestellte (?) Lösung: eine Verkehrsberuhigte Zone? Lübecker Denke und Erhabenheit im Dialog mit den Bürgern kam schimmernd rüber. Von Besuchen in Travemünde berichteten Beide, aber entscheidungsrelevante Liveerfahrungen mit Rad oder Auto hatten sie nicht. Dass durch die Vorderreihe der Ostseeradwanderweg führt, wussten sie nicht, oder? Der Groschen, dass die Vorderreihe für all diese Verkehre und Nutzungen viel zu klein ist, muss noch fallen. Klug kann mit Schildern :=) und Umbauten noch Spielraum geschaffen werden. Tja, vielleicht haben beide Paetows lohnendenText mit nach Hause genommen, und auch, dass in Travemünde die Uhren etwas anders ticken, jedenfalls in der Vorderreihe. Und nicht nur zu Wahlkampfzeiten.

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