POLITIK 6 

Travemünde 12.02.2018

Tiefgarage auf dem Leuchtenfeld

CDU fordert eine Überprüfung der Machbarkeit

Im Rahmen der Umgestaltung des Leuchtenfeldes sollen 20% der dortigen 600 Parkplätze wegfallen. In der Tiefgarage des Maritim-Hotels stehen zukünftig 150 Stellplätze weniger für die Öffentlichkeit zur Verfügung. Am Kowitzberg werden 200 Pkw-Stellplätze zu Wohnmobilplätzen umgewandelt. Daher fordert die CDU-Bürgerschaftsfraktion die Stadtverwaltung auf zu prüfen, ob eine Tiefgarage auf dem Leuchtenfeld entstehen könnte. »Jede Möglichkeit für neue Parkplätze muss geprüft werden! Es müssen endlich attraktive Parkmöglichkeiten – möglichst strandnah – entstehen«, so CDU-Ortsvorsitzender Thomas Thalau.

Der Parkplatz Leuchtenfeld. Foto: <b>ARCHIV TA</b>
Der Parkplatz Leuchtenfeld. Foto: ARCHIV TA

Andreas Zander, Vorsitzender des Wirtschaftsausschusses, ergänzte: »Der Tourismus ist für Lübeck und Travemünde einer der wichtigsten Wirtschaftszweige. Wir dürfen nicht ignorieren, dass die meisten Touristen immer noch mit dem Auto an die Ostsee und nach Travemünde kommen. Dafür benötigen wir ausreichenden Parkraum – auch für Veranstaltungen auf der Strand- und der Travepromenade.«

Zwar entstünden zwei neue Parkpaletten am Lotsenberg und am Godewind. Doch diese reichten nicht aus für die steigenden Touristenzahlen in Travemünde. »Wir steigern seit Jahren unsere Übernachtungskapazitäten ohne bei den Parkkapazitäten nachzuziehen«, so Zander weiter. »Besucher parken zunehmend in Wohnstraßen und belasten dabei die Einwohner Travemündes. Travemünde benötigt weiteren strandnahen Parkraum, auch um die Suchverkehre zu verringern. Wer glaubt, dass Touristen nach Travemünde kommen, wenn sie vom Auto mehr als 15 Minuten zum Strand laufen müssen, während sie in Timmendorf nur wenige Schritte vom Wasser entfernt parken können, befindet sich auf einem Irrweg.«

In diese Richtung denkt auch der wirtschaftspolitische Sprecher der CDU-Fraktion, das Travemünder Bürgerschaftsmitglied Ulrich Krause: »Der touristische Parksuchverkehr in Travemünde wird im Ort zunehmend zum Problem. Wird hier nicht Abhilfe geschaffen, kann man kaum erwarten, dass die weiteren touristischen Infrastrukturprojekte, die für Travemündes Entwicklung von zentraler Bedeutung sind, von der Bevölkerung mitgetragen werden. Wir wollen und müssen aber unsere Bürger mitnehmen und dürfen die Verkehrsplanung nicht an deren Interessen vorbei betreiben.« PM

Quelle: Text: Pressemitteilung CDU Lübeck, Foto: Archiv TA

Artikel-Info:

Artikel veröffentlicht: 12.02.2018, 11:26 Uhr
Aktualisiert: 12.02.2018, 11:29 Uhr
Letzter Zugriff: 20.02.2018, 22:27 Uhr
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Kommentare - Älteste Kommentare zuerst.

Kommentar von Jürgen K am 12.02.2018 [3,9/81]

Eine Tiefgarage wird vielleicht zu teuer. Deshalb hatte ich ein leichtes doppeltes, durchsichtiges Parkdeck vorgeschlagen... und bin damit von einigen besonders guten Bürgern fertiggemacht worden. Ich kann der CDU nur mehr Glück wünschen, denn der Standort ist optimal.

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Kommentar von Hardin Tenger am 12.02.2018 [3,2/75]

Herr Zander, sollten Sie Timmendorf/Strand an der Ostsee nahe Travemünde meinen, dann bitte benennen Sie uns doch einmal den kostenpflichtigen Parkplatz vom dem es »fußläufig« nur wenige Minuten bis zum Strand braucht. »Tiefgarage auf dem Leuchtenfeld« >> sorry, aber »schlimmer gehts nimmer« gelle?? Ich meine, wir Travemünder sollten langsam mal beginnen die »Anliegen« ortsfremder Interessenvertreter zu hinterfragen. Z.B., warum ein derart hässlicher monströser Beton-Hotelkomplex am Maritim anstatt einem stilvollen ansprechenden Hotelneubau vergleichbar mit dem Hotel BELVEDER in Scharbeutz? Travemünde sowie der Priwall heute nähern sich immer schneller einem völlig flairlosen – und frei jeglichem Charm eines modernen beliebten Seebades an. Die an der Ostseeküsten andauernde sinnlose Bauwut, unter dem hirnlosen Vorwand eines touristengeschwängerten Goldesels, wird in gar nicht so entfernter Zukunft ihre »VERLIERLER« großflächig aufzeigen.

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Kommentar von Klaus Palte am 12.02.2018 [2,7/61]

Jeder Unternehmer muss sein Produkt den Anforderungen der Kunden und der Konkurrenz anpassen. Der Unternehmer der unseren Tourismus produziert, ist die Hansestadt Lübeck. Erreichbarkeit über Parkplätze ist unabdingbares Qualtitätsmerkmal. Nur wieviele sagt die CDU nicht. Und eine Tiefgarage AUF (?) dem Leuchtenfeld, nein UNTER dem Leuchtenfeld müss es heißen. Dann gleich unterirdische Zufahrt zur Maritimtiefgarage und zum A-ROSA. Die Außenallee könnte wegfallen, die Verlängerung der Paul Brümmerstraße wäre logisch und ein Gewinn. Zippelpark mit Fläche Leuchtenfeld vergrößern. THINK BIG! Jahrzehnte vorausdenken! Die Travemünder Landstraße wieder aufmachen. Jetzt folgt der Aufschrei: wer bezahlt das? Rechnet sich das? Sicherlich nicht bei 200 Parkplätzen, an welche die CDU denkt. So wenige bringen ohnehin nichts. Nein, über 1000 müssten es sein. Wer rechnet mal den brake evenpoint aus? Oder soll es gleich eine Vision bleiben? Der neue Bürgermeister hält davon sowieso nichts.

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Kommentar von Christian Jäger am 12.02.2018 [3,8/46]

Eine optisch ansprechende platzsparende Parkpalette mit der Option »Aufstockung« dürfte an diesem wassernaher Standort die wirtschaftlichere Alternative sein. Wenn die Stadtplaner und Tourismusexperten allerdings so weiter machen wie bisher, wird man bald gar keinen Parkplatz mehr brauchen, weil keiner mehr kommt – auch nicht mit dem Auto. Hat sich die CDU auch schon Gedanken über öffentliche Parkplätze auf dem Priwall gemacht oder sollen die erwarteten »Besuchermassen« weiterhin in den Büschen entlang der Mecklenburger Landstraße parken?

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Kommentar von anonymer Kurgast am 13.02.2018 [2,2/41]

Hallo Herr Tenger, Sie sagen: »Herr Zander, sollten Sie Timmendorf/Strand an der Ostsee nahe Travemünde meinen, dann bitte benennen Sie uns doch einmal den kostenpflichtigen Parkplatz vom dem es »fußläufig« nur wenige Minuten bis zum Strand braucht.« – In der Tat, das ist schwierig aber es gibt einige wenige solcher Parkplätze in Timmendorf und Niendorf. Als Außenstehender findet man sie kaum. Was es dort allerdings massenhaft gibt, sind KOSTENLOSE PARKPLÄTZE von denen man in wenigen Minuten zum Strand kommt. Deshalb bin ich auch in der Saison häufiger in Timmendorf als in Travemünde wo ich Anwohnerstraßen verstopfe und weite Wege auf mich nehmen muss. Vielleicht sollten die Eingeborenen Travemündes mal ihr Umfeld erkunden, wenn sie wirklich den Tourismus fördern wollen. Den meisten reicht es aber, dass sie selbst da sind. Andere stören nur die Ruhe im Dorf.

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Kommentar von Heino Haase am 15.02.2018 [4,2/19]

Hallo Herr Anonymer Kurgast., Sie schreiben: Vielleicht sollten die Eingeborenen Travemündes mal ihr Umfeld erkunden, wenn sie wirklich den Tourismus fördern wollen. Den meisten reicht es aber, dass sie selbst da sind. Andere stören nur die Ruhe im Dorf. Ja, man kann als “eingeborener” Travemünder schon neidisch auf die Parkplatzsituation in Niendorf und Timmendorf sein. Hin und wieder besuchen wir Niendorf und Timmendorf und genießen dort die Schwimmhalle oder einen Spaziergang unter den schattigen Bäumen des Strandweges mit den vielen Bänken. Einen Vorteil der beide Orte genießen wir leider nicht. Nämlich die kommunale Selbstständigkeit. Wir Travemünder sind abhängig vom Wohlwollen der Lübecker Politik und Verwaltung und deren Bevorzugung von Einzelinteressen. Und deswegen ist es so wie es in Travemünde ist. Von “auf Augenhöhe” keine Spur. Aber am 6. Mai ist Kommunalwahl. Heino Haase

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