VERANSTALTUNGEN 6 

Travemünde 11.02.2018

Strandbahnhof: Weitere Veranstaltung geplatzt

Zuletzt waren im Oktober 2017 einige größere Veranstaltungen im Strandbahnhof geplatzt (TA berichtete). Jetzt wurde auch der Flohmarkt von der Stadt verboten.

Die Bahnhofshalle blieb leer: Der für Sonntag geplante Flohmarkt wurde von der Stadt untersagt. Fotos: <b>TA</b>
Die Bahnhofshalle blieb leer: Der für Sonntag geplante Flohmarkt wurde von der Stadt untersagt. Fotos: TA

»Da ich nicht sicher bin, ob eine Anmeldung im Strandbahnhof Travemünde erforderlich ist, will ich das ggf. nicht versäumen«, schrieb der Eigentümer des Bahnhofsgebäudes, Ralph Kaerger-Thofern, an die zuständige Behörde. Am Sonntag (11.02.2018) sollte demnach ein Flohmarkt in der Bahnhofshalle stattfinden, mit 23 privaten Ausstellern ohne gewerbliche Artikel.

Travemünde Aktuell: Strandbahnhof: Weitere Veranstaltung geplatzt

Die zuständige Behörde in Lübeck untersagte daraufhin die Veranstaltung mit der Begründung, dass »der Brandschutz innerhalb der Halle des Strandbahnhofes nicht gewährleistet ist.« Die Polizei würde über die Ablehnung informiert und werde gegebenenfalls kontrollieren, hieß es noch aus Lübeck.

Der Veranstalter veröffentlichte die Absage per Aushang am Eingang des Strandbahnhofes. Fotos: <b>TA</b>
Der Veranstalter veröffentlichte die Absage per Aushang am Eingang des Strandbahnhofes. Fotos: TA

Um die Besucher zu informieren, wurde der Schriftverkehr an der Eingangstür der Bahnhofshalle ausgehängt. Augenzeugen berichten, dass am Sonntagmorgen etliche »Wutbürger« vor dem historischen Gebäude ihrem Unmut Luft gemacht hätten. TA

Artikel-Info:

Artikel veröffentlicht: 11.02.2018, 15:02 Uhr
Aktualisiert: 15.02.2018, 09:13 Uhr
Letzter Zugriff: 20.02.2018, 22:58 Uhr
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Kommentare - Älteste Kommentare zuerst.

Kommentar von Christian Jäger am 11.02.2018 [2,8/84]

So was nennt man auch »Behördliche Willkür«. Schade, daß die städtische LTM als langjähriger »Hauptmieter« und die Lübsche/Travemünder Politik seit Jahren nichts dagegen unternehmen und immer noch schweigen. Kein Wunder, daß bei derartigen Zuständen viele Veranstalter und Investoren einen großen Bogen um das Seebad machen.

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Kommentar von sylvia michaelis am 12.02.2018 [2,5/78]

Morgens war es tatsächlich sehr voll vor der Tür,und alle waren sauer,auch,da einige Leute trotz des Schneetreibens von weiter her gekommen waren.Ganz zu schweigen von Touristen...Wenn es mit dem Brandschutz so schlecht bestellt ist, müsste man die Halle doch erstmal ständig schließen,oder? Immerhin arbeiten dort ja Leute im Tourismusbüro,im Cafe...Das scheint der Stadt Lübeck dann aber egal zu sein...Oder wird da einfach nach Lust und Laune entschieden???

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Kommentar von Fridolin Zündler am 12.02.2018 [3,7/77]

@Jäger: angenommen ein kleines Feuerchen wäre durch Leichtsinn entstanden und bei der Fluchts ins Freie hätten sich Einige verletzt. Sie wären der Erste gewesen, der der Verwaltung Verantwortungslosigkeit vorgeworfen hätte, wegen mangelhaftem Brandschutz. @michaelis: Der Eigentümer des Bahnhofes (ist er es eigentlich schon?) beantragt für den 11.2. am 8.2. um 22.52 Uhr blauäugig die Veranstaltung und die Verwaltung antwortet ihm am 9.2. um 10.52 Uhr (für eine Verwaltung superschnell) dass die Veranstaltung wegen Brandschutzmängeln nicht zugelassen wird. Hätte er sofort die Presse informiert, wären die Leute erst gar nicht gekommen. Und hätte er die Veranstaltung vielleicht 14 Tage vorher beantragt und wegen provisorischem Brandschutz mit der Feuerwehr verhandelt, dann wäre vielleicht alles gelaufen. Für micht hat dieser Mann wohl etwas simple Vorstellungen vom Lauf der Welt. Ob er sich jetzt endlich um den Brandschutz in seiner Bude kümmert? Der Mangel ist ja schon lange bekannt.

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Kommentar von W. Stockfäller am 12.02.2018 [4,5/62]

Ist Ralph Kaerger-Thomsen schon Eigentümer vom Strandbahnhof? Und wenn nicht, warum nicht? Jedenfalls flattert da noch die Fahne der DB. Danach ist die DB offenbar noch Eigentümerin. Was hat RKT nicht alles für dolle Nutzungen versprochen? Jetzt ist er schon wieder nicht in der Lage, eine genehmigungsfähige simple Veranstaltung auf die Beine zu bekommen. Kann er das nicht ein für alle Mal klären, was er für rechtlich einwandfrei begründete Vorleistungen bringen muss, damit ihm die Verwaltung nicht immer wieder einen Strich durch die Rechnung macht? Das ganze Etablissement wird allmählich eine Zumutung für die Bürger und Gäste, die sich dort die Versprochenen Veranstaltungen wünschen und auch für die verschiedenen im Ort ansässigen Veranstalter, die immer wieder enttäuscht werden? Entweder gibt es jetzt bald klare Kante, oder man kann nur empfehlen, dass er seinen Laden an jemand verkauft, der mit der Verwaltung umgehen kann und was von Veranstaltungen durchführen versteht.

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Kommentar von Dr. P. Voeltz am 12.02.2018 [4,7/29]

In Erinnerung an vom FB3 unangemessen zögerlich bearbeitete und letztlich frustriert zurückgezogene Anträge der »Fairen Gastronomie« für Veranstaltungen in 2017 im Strandbahnhof(Haitage, Oktoberfest, Halloween,Küstenwiehnacht) mag die »Behördenschimpfe« zunächst berechtigt erscheinen. Offensichtlich wird aber auch, dass seitens des Veranstalters,Herrn RKT, übliche -für Piloten gesagt- »procedures« im Umgang mit den zuständigen Behörden ignoriert werden.pv+

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Kommentar von ein zukünftiger Kunde am 15.02.2018 [4,8/29]

Der kurzfristige Ausfall des Flohmarktes ist eine Sache. Die aktuelle Info darüber auf der Webseite des Strandbahnhofs (»derstrandbahnhof.de«) wäre die andere gewesen. Momentan sieht diese Webseite so aus, als habe sich Herr Kaerger-Thofern für 2018 schon von seinem Objekt verabschiedet. Eine baldige Aktualisierung wäre wünschenswert. Ein funktionierendes Impressum gehört dazu.

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