POLITIK 4 

Travemünde 10.01.2018

Ortsrat: Fragerunde gut besucht

Ein frohes neues Jahr wünschte der Travemünder Ortsratsvorsitzende Gerd Schröder (CDU) am Mittwochabend zur gut besuchten ersten Ortsratssitzung des Jahres 2018. Als Gast begrüßte er seinen Namensvetter Carsten Schröder von der Stadtplanung, der Fragen der Bürger beantworten beziehungsweise mitnehmen sollte.

Christoph Pudelko (2. stellvertrender Vorsitzender) , Gerd Schröder (1. Vorsitzender) , Carsten Schröder (Stadtplanung) und Sabine Haltern (1. stellvertretende Vorsitzende) . Fotos: <b>KARL ERHARD VÖGELE</b>
Christoph Pudelko (2. stellvertrender Vorsitzender) , Gerd Schröder (1. Vorsitzender) , Carsten Schröder (Stadtplanung) und Sabine Haltern (1. stellvertretende Vorsitzende) . Fotos: KARL ERHARD VÖGELE

Zunächst berichtete der Vorsitzende aber über einen viel kritisierten Punkt des Landprogramms der Travemünder Woche: “Die Sperrung der Promenade ist nächstes Jahr weg”, erklärte Gerd Schröder.

Dann konnten die Fragen gestellt werden.

Travemünde Aktuell: Ortsrat: Fragerunde gut besucht

Stephan Kanow (Siedlergemeinschaft Travemünde) sprach vom befürchteten Rückstau in die Teutendorfer Siedlung aufgrund der Bauprojekte. “Das haben wir schon wahrgenommen, war ja auch schon in der Presse”, sagte Carsten Schröder. Man werde da um eine Ampellösung nicht herumkommen.

Travemünde Aktuell: Ortsrat: Fragerunde gut besucht

Eine Besucherin hatte ein Frage zur Verkehrssituation auf dem Priwall. Von der Fähre kommend seien Radfahrer gezwungen, auf den Bürgersteig zu fahren. Die Verkehrssituation auf dem Priwall sei untersucht worden und werde ausgewertet, hieß es dazu. Voraussichtlich im Februar soll es dazu einen Vorschlag in Richtung Politik geben.

Gerd Schröder sprach von einem Volumen von 900 LKW, die wegen der Bebauung im Bereich Fischereihafen/Baggersand durch die Abbrucharbeiten anfallen. Die Zahl soll vom Lübecker Bauverein kommen. “Ich möchte eine Antwort haben, wo es langgeht”, sagte Gerd Schröder.

Travemünde Aktuell: Ortsrat: Fragerunde gut besucht

Eine andere Wortmeldung drehte sich um die Vorderreihe als Fußgängerzone. Dann gäbe es keine Konflikte mit Radfahrern mehr, die könnten ja durch die Vogteistraße fahren, so die Meinung aus dem Publikum. Der Stadtplaner meinte, es gäbe da unterschiedliche Auffassungen und man sei noch dabei, das zu organisieren.

Zum Thema Bebauung der Tornadowiese verwies Carsten Schröder darauf, dass der Gestaltungsbeirat nur beratende Funktion habe und nichts beschliessen könne. Wenn diese Fläche ein Baufeld werde, müsse sie öffentlich ausgeschrieben werden. “Gosch kann sich bewerben”. Wenn es eine Bebauung geben soll, müsste es ein B-Plan-Verfahren mit Bürgerbeteiligung geben. Bislang hatte es nur einen Workshop mit Vorschlägen gegeben. Zu dem Thema gibt es in Travemünde durchaus gegensätzliche Meinungen.

Thomas Thalau (CDU) erinnerte an die nicht mehr angefahrenen Taxistände in der Vogteistraße. Carsten Schröder möge das nochmal mitnehmen. TA

Artikel-Info:

Artikel veröffentlicht: 10.01.2018, 21:14 Uhr
Aktualisiert: 10.01.2018, 21:14 Uhr
Letzter Zugriff: 23.01.2018, 10:13 Uhr
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Kommentare - Älteste Kommentare zuerst.

Kommentar von Christian Jäger am 10.01.2018 [1,5/44]

Meine mehrfach an den Ortsrat gestellte Frage wurde leider immer noch nicht beantwortet. Wollen die nicht oder können die nicht?

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Kommentar von Heino Haase am 17.01.2018 [3,6/24]

In der Kurverwaltung liegt eine Workshop -Dokumentation zur Travepromenade aus. Ich habe sie ausgewertet: Es gab 348 posts mit Vorschlägen. Davon betrafen 11 Freie Sicht und Grün erhalten, 10 einen allgemeinen Wunsch nach Gastronomie. Beim Thema »Was soll das gastronomische Angebot bieten?« gab es 25 posts. Lediglich 8 posts befaßten sich mit dem gastronomischen Angebot im Sinne von Essen und Trinken. Auf 17 posts sind allgem. Wünsche notiert wie Liegestühle, Funktionsfläche, Beleuchtung, Kinderfreundlich usw. Es existiert bei keinem Thema insgesamt ein post der verlangt ein Gebäude auf die Tornadowiese zu stellen, welches ganzjährige Gastronomie bietet, wie es die FDP und CDU weismachen will. Klientelbedienung? Im Übrigen ist es eine Vorgabe des Wirtschaftsausschusses eine »Erlebnis«gastronomie auf die Tornadowiese zu stellen, deswegen im Plan bereits enthalten. Am Traveufer gibt es z.Zt. 10 Gastronomiebetriebe mit Ganzjahresangebot und Sitzen direkt am Wasser! Heino Haase

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Kommentar von Rosa Stilzchen am 17.01.2018 [2,9/17]

@H.Haase: »Klientelbedienung«? Wie nennt man es, wenn jemand ein geschäftliches Interesse daran hat eine Bebauung von Grünflächen an der Travepromenade zu verhindern, um diese für das Landprogramm zu erhalten? In Erwartung massiv steigender Gästezahlen und bereits jetzt an manchen Wochenenden »Über-Auslastung« der Gastronomie ist ein weiterer Gastronomiebetrieb zwingend erforderlich. Die Reservierung der Tornadowiese für die wenigen -überwiegend überflüssigen- Veranstaltungen ist »Resourcenverschwendung«!

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Kommentar von Heino Haase am 18.01.2018 [3,0/10]

Liebe Frau Rosa Stilzchen, (warum ein Pseudonym?), Ich bin weder die Travemünder Woche, noch Mitglied im LYC, oder mit Uwe Bergmann verwandt. Ich bewundere Ihre hellseherische Gabe über meine Interessen bescheid zu wissen. Ich bin Rentner und muss niemandem etwas beweisen. Aber ich bin Travemünder seit meiner Geburt und mir liegt es am Herzen, dass die Küste/Traveufer nicht immer weiter zugebaut wird und Travemünde damit seine (Blick)Großzügigkeit verliert. Können Sie sich vorstellen, wie es sein würde, wenn der Grünstrand bebaut woden wäre ? Na, wie würden Sie sich fühlen? Mehr Gastronomiebetriebe ? Ja, es kommt doch noch etwas ins Aja-Hotel und Waterfront schafft auch Gastronomie. Und was machen die alle zwischen Oktober und Mai ? Der Investor bohrt schon lange und hat offensichtlich Kurverwaltung und Teile der Bürgerschaft auf seine Seite gezogen. Nach dem Beispiel vom Waterfrontinvestor.

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