POLITIK 4 

Travemünde 10.01.2018

GAL: Keine Bebauung der Tornadowiese!

»Im Wirtschaftsausschuss diskutierten aus bau- und gestalterischer Sicht Laien gegen den Gestaltungsbeirat!« kontert Carl Howe die Forderung von CDU und SPD die Tornadowiese an den Investor Gosch zu verkaufen, damit dieser dort ein weiteres Ketten-Restaurant hinsetzen kann.

Die Tornadowiese. Foto: <b>ARCHIV TA</b>
Die Tornadowiese. Foto: ARCHIV TA

»Die GAL Fraktion ist gegen eine Bebauung der Tornadowiese. Wir stimmen inhaltlich der Argumentation des Gestaltungsbeirats zu«, so Antje Jansen, GAL Mitglied im Wirtschaftsausschuss, die angeregt hatte, den Gestaltungsbeirat zur Diskussion in das Gremium einzuladen.

»Die Tornadowiese ist als Freifläche im Falle von Überflutungen zu erhalten. Wird die Wiese bebaut und versiegelt, wird das Wasser weiterfließen und andere Grundstücke überschwemmen. Bereits heute ist der Fährvorplatz von Überschwemmungen betroffen. Dies würde zukünftig weiter zunehmen und weitere Flächen betreffen. Auch kritisieren wir, dass das als Ausgleichsfläche ausgewiesene »Leuchtenfeld« zur Hälfte mit Parkplätzen überplant wird. Käme Gosch auf die Tornadowiese, müssten weitere Parkplätze vorgehalten werden. »Warum geht Gosch nicht in den Fischereihafen? Dort wird ohnehin gebaut«, so Carl Howe und erinnert daran, dass der Beteiligungsworkshop der Bürger*innen auch das Anliegen hervorgebracht hatte, »Fisch-Paul« zu erhalten und nicht durch hohe Investitionskosten in den Ruin zu treiben. PM

Quelle: Text: Pressemitteilung Fraktion grün+alternativ+links (GAL) , Foto: Archiv TA

Artikel-Info:

Artikel veröffentlicht: 10.01.2018, 19:30 Uhr
Aktualisiert: 10.01.2018, 19:30 Uhr
Letzter Zugriff: 18.04.2018, 00:45 Uhr
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Kommentare - Älteste Kommentare zuerst.

Kommentar von Justus am 10.01.2018 [3,2/70]

Warum übernimmt Gosch nicht das insolvente Fishermans? Travemünde kann sich doch nicht alles zubauen. Immerhin tragen doch zur Attraktivität auch die diversen Veranstaltungen auf den Flächen entlang der Travepromenade bei. Und vielleicht schafft es Travemünde, auch mal wieder prominentere Künstler auftreten zu lassen. dann fehlen größere Flächen z. B.

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Kommentar von Dr. P. Voeltz am 10.01.2018 [4,5/50]

Die von der GAL vorgetragenen Argumente sind sachlich falsch! Z. B. war die Tournadowiese niemals ein Polder und wird für diese Hochwasserschutzfunktion auch nicht benötigt. Zum Thema »Bebauung« an sich verweise ich auf die richtigstellenden Erklärungen des Vertreters des FB5, Herrn K. Schröder, anläßlich der Ortsratsitzung am 10. 01. 18 – siehe Bericht. Dessen ungeachtet: ist die GAL unbefangen von Einflüssen der Agentur Uwe Bergmann und der LTM? pv+

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Kommentar von Christian Jäger am 11.01.2018 [1,8/51]

Eine Bebauung der Tornadowiese mit einem neuen Gastronomiebetrieb wird lediglich zu einem Verdrängungswettbewerb unter den Gastronomen führen, wie die aktuelle Auslastung zeigt. Der Ort verliert weitere Veranstaltungs- und natürliche Überflutungsflächen und »gewinnt« weitere Gastroruinen dazu. Bedenken sollte man bei dieser Diskussion auch, das im häßlichen A-ja- Hotel und an der Waterfront-Priwall-Spitze ebenfalls »Ganzjahresrestaurants« geplant sind. Betreiber sind aber wohl noch nicht gefunden worden und um die neuen Gäste Travemündes will sich die städtische LTM kümmern …

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Kommentar von Celler am 11.01.2018 [4,8/55]

Dass die Tornadowiese für den Hochwasserschutz benötigt wird, ist selbst für einen Laien nicht nachvollziehbar. Dass eine politische Partei Mitbewerber im Gastronomiebereich zugunsten eines bestimmten Restaurants verhindern möchte, ist gelinde gesagt befremdlich.

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