POLITIK 11 

Lübeck 13.11.2017

Lübeck mit Kultur -und Wissenschaftsoffensive attraktiver machen

Am 19. November 2017 werden die Wählerinnen und Wähler in Lübeck in einer Stichwahl über ihr neues Stadtoberhaupt entscheiden. Gegen den Kandidaten der SPD tritt die parteilose Kathrin Weiher an, die von CDU, Grünen, BfL, Die Linke und FDP unterstützt wird. Kathrin Weiher stellte am Montag (13.11.2017) ihre Kultur- und Wissenschaftsoffensive für eine attraktive Stadt vor.

Gemeinsam für Lübeck und Travemünde: Die Fraktionsvorsitzende der Grünen Michelle Akyurt, Bürgerschaftsmitglied der Linken Ragnar Lüttke, der Fraktionsvorsitzende der Wählergemeinschaft Bürger für Lübeck Marcel Niewöhner, Kandidatin Kathrin Weiher, der Fraktionsvorsitzende der FDP Thomas Rathcke und die CDU-Kreisvorsitzende und Landtagsabgeordnete Anette Röttger. Fotos: <b>KARL ERHARD VÖGELE</b>
Gemeinsam für Lübeck und Travemünde: Die Fraktionsvorsitzende der Grünen Michelle Akyurt, Bürgerschaftsmitglied der Linken Ragnar Lüttke, der Fraktionsvorsitzende der Wählergemeinschaft Bürger für Lübeck Marcel Niewöhner, Kandidatin Kathrin Weiher, der Fraktionsvorsitzende der FDP Thomas Rathcke und die CDU-Kreisvorsitzende und Landtagsabgeordnete Anette Röttger. Fotos: KARL ERHARD VÖGELE

Zum Hintergrund erläutert Kathrin Weiher: »Der Kandidat der SPD will offenbar die Bürgermeisterwahl allein mit dem Thema Stadtteilbüros gewinnen. Durch die stadtweite Plakatierung erweckt er den falschen Eindruck, in jedem Stadtteil solche Büros einführen zu wollen. Natürlich muss die Stadt die Herausforderungen bei den Meldeämtern in den Griff bekommen. Die Menschen erwarten das zu Recht von einer funktionierenden Verwaltung. Allerdings greift die starke Fokussierung auf dieses eine Thema viel zu kurz. Für die Zukunft der Stadt sind andere Themen ebenso wichtig.

Kathrin Weiher stellte am Montag im Rahmen einer Pressekonferenz ihre Kultur- und Wissenschaftsoffensive für eine attraktive Stadt vor. Fotos: <b>KARL ERHARD VÖGELE</b>
Kathrin Weiher stellte am Montag im Rahmen einer Pressekonferenz ihre Kultur- und Wissenschaftsoffensive für eine attraktive Stadt vor. Fotos: KARL ERHARD VÖGELE
Travemünde Aktuell: Lübeck mit Kultur -und Wissenschaftsoffensive attraktiver machen
Travemünde Aktuell: Lübeck mit Kultur -und Wissenschaftsoffensive attraktiver machen
Travemünde Aktuell: Lübeck mit Kultur -und Wissenschaftsoffensive attraktiver machen

Deshalb spitze ich heute mein Programm im Bereich Kultur zu. Für die Verbesserung des Investitionsklimas in der Stadt habe ich als erste Kandidatin Vorschläge im Wahlkampf unterbreitet. Wenn Menschen entscheiden, wo sie sich niederlassen, spielt immer häufiger das Kulturangebot eine Rolle. Deswegen hat das auch für die Unternehmen in der Region eine zunehmende Bedeutung. Denn Unternehmen müssen in Zeiten des Fachkräftemangels um junge Arbeitskräfte konkurrieren.

Travemünde Aktuell: Lübeck mit Kultur -und Wissenschaftsoffensive attraktiver machen
Travemünde Aktuell: Lübeck mit Kultur -und Wissenschaftsoffensive attraktiver machen
Travemünde Aktuell: Lübeck mit Kultur -und Wissenschaftsoffensive attraktiver machen
Travemünde Aktuell: Lübeck mit Kultur -und Wissenschaftsoffensive attraktiver machen

Zudem sind Kulturangebote wichtiger Faktor bei der Steigerung der Attraktivität der Stadt für den Städtetourismus. Kultur kommt vor allem aber auch den Bürgerinnen und Bürgern der Hansestadt zugute!

Lübeck zählt schon heute zu den attraktivsten Städten in Norddeutschland, aber Lübeck kann noch mehr. Dafür werde ich als Bürgermeisterin eine Kultur- und Wissenschaftsoffensive starten, die ich mit vielen Partnern und den Bürgerinnen und Bürgern umsetzen werde.”

Die Kultur- und Wissenschaftsoffensive für eine attraktive Stadt

Punkt 1: Profil des Campus erweitern

Lübeck wird als Wissenschaftsstandort weiter entwickelt. Dazu gehört eine Erweiterung des Profils. Ich möchte das Zentrum für kulturpolitische Forschung ebenso wie die Fachhochschule anreichern. Ich denke dabei beispielsweise an eine Ethikprofessur. Daneben strebe ich eine Ergänzung bestehender naturwissenschaftlicher Angebote um den Aspekt ihrer Wissensvermittlung (Pädagogik) an. Mit dem Land werde ich, gemeinsam mit den genannten Institutionen und der Universität Gespräche dazu aufnehmen.

Hochschul- und Forschungspolitik ist zwar Sache des Landes bzw. des Bundes. Auf kommunaler Ebene werden aber die entscheidenden Rahmenbedingungen festgelegt, die Forschung, Wissenschaft und Wissenstransfer überhaupt erst möglich machen. In der Wahrnehmung der Studierenden kommt es neben optimalen Forschungs-, Wohn- und Arbeitsbedingungen insbesondere auch auf das kulturelle Angebot an. Die Attraktivität eines Standortes entscheidet letztlich darüber ob es gelingt die besten Köpfe nach Lübeck zu holen. Und hier möchte ich wichtige Impulse setzen.

Punkt 2: Hochschulen und Wirtschaft besser verzahnen

Die Lübecker Hochschulen bieten ein enormes Kreativitäts- und Innovationspotenzial. Um dieses für die Region noch stärker nutzbar zu machen, werde ich das Wissenschaftsmanagement weiter entwickeln und stärker mit der Wirtschaftsförderung verzahnen. Zudem möchte ich über einen Gründer-Stammtisch der Stadt in Kooperation mit den Hochschulen, der IHK und dem Technik Zentrum Lübeck gezielt junge Hochschulabsolventen und -absolventinnen dafür gewinnen, ihre Ideen mit Unternehmensgründungen in Lübeck zu verwirklichen.

Punkt 3: Kultur in die Stadtteile bringen

Kultur wird in die Stadtteile kommen. Die Förderung freier Kulturangebote soll auf 300.000 Euro verdoppelt werden. Statt mit dem Gießkannenprinzip sollen konkrete Projekte gefördert werden, die Angebote außerhalb der Innenstadt entwickeln, zum Beispiel an ungewöhnlichen Orte wie »Kino im Freibad Schlutup« oder »Kunst und Kultur auf Gütern, auf Höfen, am Strand und in Parks«. Weiterer Fördergrund soll die Kooperation von Kulturangeboten mit Schulen sein. Dabei sind mir auch Aspekte der interkulturellen Kulturarbeit ausgesprochen wichtig, denn sie sind wichtige Bausteine für ein friedliches Zusammenleben.

Punkt 4: Völkerkundesammlung sichtbar machen

Da ich es für unrealistisch halte, eine Völkerkundemuseum wiederzueröffnen, strebe ich andere Formen der Sichtbarmachung an. Die Bestände der 2007 geschlossenen Völkerkundesammlung sollen stärker sichtbar gemacht werden, indem sie dezentral präsentiert werden, zB im Holstentor, den anderen Museen der Stadt und weiteren Orten, zB der Synagoge nach Abschluss der Sanierungsarbeiten. Insbesondere soll eine gute personelle Betreuung der Sammlung dauerhaft abgesichert werden.

Punkt 5: Weltkulturerbezentrum einrichten

Lübeck braucht ein Zentrum zur Information über das Weltkulturerbe. Denn immer mehr Menschen kommen ganz gezielt wegen des Welterbetitels in unsere Stadt. Als mögliche Standorte werde ich die Vorhalle zum Heiligen-Geist-Hospital, ein Objekt in der Königstraße, eine Möglichkeit im Gründungsviertel und einen Standort auf den Wallhalbinseln prüfen.

Punkt 6: Realisierung Umweltbildungszentrum

Der Umbau des Museums für Naturkunde zu einem Umweltbildungszentrum als Infozentrum und Diskussionsforum, der schon seit 2012 von der Bürgerschaft gewünscht wird, soll vollzogen werden. Es kann Anlaufstelle für Fragen rund um Nachhaltigkeit, Umwelt, Klima und Natur sein. Als Lernort außerhalb der Schule soll es Angebote für Bildungseinrichtungen von der Kita bis zur Hochschule mit anderen Einrichtungen gemeinsam entwickeln.

Kathrin Weiher: »Diese Ideen werde ich im Laufe meiner Amtszeit von sechs Jahren als Bürgermeisterin realisieren, damit Lübeck in der Kultur- und Wissenschaftspolitik in die Offensive geht. Zur Finanzierung werde ich Fördermittel des Landes und der Europäischen Union ebenso einwerben, wie Fördermittel von Stiftungen und anderen Dritten. Die notwendigen Personalstellen für das Welterbezentrum, die Völkerkundesammlung und das Umweltbildungszentrum werde ich durch Optimierung von Verwaltungsprozessen finanzieren. Eine Zunahme von Verwaltungsstellen insgesamt soll damit nicht verbunden sein.« PM

Quelle: Text: Pressemitteilung Team Weiher, Fotos: Karl Erhard Vögele

Artikel-Info:

Artikel veröffentlicht: 13.11.2017, 15:22 Uhr
Aktualisiert: 13.11.2017, 16:00 Uhr
Letzter Zugriff: 23.11.2017, 13:59 Uhr
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Kommentare - Älteste Kommentare zuerst.

Kommentar von Jürgen Kraufmann am 13.11.2017 [2,7/81]

es wird immer wieder die Parteilosigkeit von Frau Weiher betont, dabei ist sie doch die Abhängige von fünf Parteien. Herr Stolzenberg war wohl der parteilose Kandidat dieser Wahl. Hoffentlich wird die Kandidatin nicht die an fünf Strippen hängende Marionette dieser hinter ihr stehenden Parteien.

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Kommentar von Christian Jäger am 13.11.2017 [2,9/69]

Mit der »Kulturoffensive« hätte die amtierende Kultursenatorin ja schon mal beginnen können. In Travemünde ist während ihrer Amtszeit eher ein »Kultur- und Veranstaltungssterben« zu beobachten. (Kulturbühne, Helloween, Küstenwiehnacht, Oktoberfest, Haitage, Rückgang der Zuschauerzahlen bei den etablierten Veranstaltungen). Auf konkrete Rückfragen gibt es von der Senatorin und dem großen Wahlkampfteam keine Antworten oder den Verweis auf das schlechte Wetter.

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Kommentar von sumpfmeise am 13.11.2017 [2,7/79]

Oh Herr Kraufmann, so stellt sich Klein Fritzchen die große Politik vor. Wenn ich Ihre, sagen wir mal, in der unterkomplexen Art und Weise zu grunde liegenden Denke auf das SPD Parteimitglied Hernn Lindenau anwende, dann würden an dem ja bereits die Strippen seiner 16 SPD Fraktionsmitglieder ziehen. Und dann kämen vielleicht noch ein paar Abweichler anderer Parteien dazu, wo wäre denn dann dessen Unabhängigkeit ? Nee, Herr Kraufmann, Klein Fritzchens Welt ist schön und Stammtisch geeignet, hört sich in einem Kommentar auch sehr kompetent an, aber die Welt auf die es ankommt, dreht sich in einer anderen Ecke.

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Kommentar von Jürgen Kraufmann am 13.11.2017 [2,8/80]

@sumpfmeise vielleicht kommen sie erst Mal aus dem Sumpf der Anonymität heraus und zeigen sich Kleinfritzchen damit er sie trocken wischen kann um ihre Schlauheit voll zu erkennen . . .

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Kommentar von Rosa Stilzchen am 13.11.2017 [1,9/50]

@ sumpfmeise zu @Kraufmann und auch zu @pv+ »Spiegelzelt auf Skaterplatz«: mögen Sie auch noch so hypomanisch Herrn Hovestädt oder Frau Weiher meisenhaft zwitschernd unflattern und verehren, Ihre Wortwahl ist in der Tat rhetorischer »Sumpf« wie«Klein Fritzchen«,«unterkomplex«,«Stammtisch«oder »hinter dem Ofen sitzend«! Kaum vorstellbar, dass Ihre beiden Favoriten sich Ihres Vokabulars erfreuen werden. Auf diesem Niveau diskutieren diese nicht!

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Kommentar von Jürgen Kraufmann am 14.11.2017 [1,9/45]

@rosa stiltzchen. . . bewundernswerter Anonymus. . . immer ne groot snut aber feige versteckt.

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Kommentar von Anonymer Badegast am 14.11.2017 [2,7/53]

Wer ist eigentlich der anonyme Troll, der sich feige hinter Allerweltsnamen wie Kaufmann, Neubra(nden)burger und ähnlichem versteckt und Mitkommentatoren oder auch die Arbeiter des Städtischen Bauhofes im übelster Weise beschimpft und beleidigt und sich dann auch noch massenhaft 5***** Bewertungen für sein Anwürfe gibt. Hingegen er diejenigen, die solche Ungezogenheiten kritisieren, negativ bewertet. Als langjähriger Besucher des Seebades kenne ich die Konflikte zwischen Ureinwohnern, Ruhe suchenden Zugereisten, meist in fortgeschrittenem Alter und den Tagesgästen und Kurzzeittouristen, die etwas erleben wollen. Klar, das es dabei auch überdeutliche Worte gibt aber stets im Sinne der eigenen Position zur Sache. Dieser Zeitgenosse lässt völlig unmotiviert seinen Lebensfrust an Mitmenschen aus. Fast könnte der einem schon wieder Leid tun.

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Kommentar von F. Suhlkitt am 15.11.2017 [3,0/47]

@Kraufmann, Stilzchen: Ob Sie Beide nun Pseudonyme sind oder nicht, ist uninteressant. Denn es ist Ihre Entscheidung, wie sie vom Recht auf persönliche Meinungsäußerung Gebrauch machen, mit Klarnamen oder mit Pseudonym. Damit schließe ich auch die Gründe ein, warum Sie gegebenenfalls ein Pseudonym wählen, was je nach Einzelfall auch sehr ernsthafte Gründe sein können. Sich aber über diese Pseudonyme, offentsichtlichen Pseudonyme oder ein vermeintliches Pseudonymm was auch ein Klarname sein könnte, lustig zu machen, finde ich hämisch und stellt das Recht auf öffentliche Meinungsäußerung des/der Betroffenen in Frage. Und so wie Sie sich äußern, hinterläßt es den Eindruck spätpubertärer Spuren. In vorliegenden Fall ging es um die Frage, welcher Kandidat/In mit der größeren Abhängigkeit von Parteien und anderen das Bürgermeisteramt antreten würde. Vor dieser Sachauseinandersetzung haben Sie gekniffen und statt dessen die Selbstverliebtheit in ihre eigene Albernheit gewählt.

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Kommentar von Moritz R. am 18.11.2017 [2,8/25]

Anonyma @anonymer Badegast und @suhlkitt. . . Sie diffamieren aus dem Hinterhalt Kommentatoren, die einfach nur eine, nämlich ihre eigene Meinung, zum Ausdruck bringen. Meinen Sie nicht, dass Sie beide eigentlich die Spätpubertierenden sind. Warum schreiben Sie Ihre Ansichten nicht ehrlich und offen?

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Kommentar von Günther Lamprecht, Herne am 18.11.2017 [2,6/23]

Hallo anonymer Jürgen »Moritz« K. , Sie haben es voll getroffen. Natürlich wollte ich Sie diffamieren, und das nur weil Sie mit so netten Worten wie »vielleicht kommen sie erst Mal aus dem Sumpf der Anonymität heraus und zeigen sich Kleinfritzchen damit er sie trocken wischen kann« oder ». immer ne groot snut aber feige versteckt. « sachkundig Ihre Meinung zum Thema Kultur und Wissenschaft in Lübeck zum Ausdruck brachten – und ich schäme mich nicht einmal dafür. Inhaltliches zur Sache habe ich in Ihren Beiträgen nicht entdecken können. Und nun sollten Sie dieses trollige Schmierentheater beenden. Ich denke, gerade in Lübeck und Travemünde gibt es genug Themen zu denen interessierte Einheimische und Gäste mit Verstand und Anstand ihre persönliche Meinung zum Ausdruck bringen können.

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Kommentar von Jürgen Kraufmann am 19.11.2017 [4,1/23]

@Günther Lamprecht, dann wären wir ja wohl Nachbarn auch in Herne? . . . bisher schrieb @kraufmann immer nur unter seinem Namen bis Sie als »anonymer Badegast« und weiteren Pseudonymen daher kamen und ihm Pseudonyme aller Art unterschoben und versuchten ihn der Lächerlichkeit preiszugeben. . . ich glaube zu wissen wer Sie in Wirklichkeit sind, und dass es sich nicht lohnt weiterhin auf Ihre Anwürfe einzugehen. mit freundlichen Grüßen J. Kraufmann

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