VERANSTALTUNGEN 4 

Travemünde 16.04.2017

Eier unterm Riesenrad

Nachdem die Witterung beim Osterfeuer am Samstag doch eher etwas für robustere Naturen war (TA berichtete), bescherte der Sonntag einige Stunden schönsten Sonnenscheins. Auch zum Umzug der Riesen-Ostereier am Nachmittag.

Am Sonntag zog die Eier-»Parade« unterm Riesen-Riesenrad vorbei. Fotos: <b>KARL ERHARD VÖGELE</b>
Am Sonntag zog die Eier-»Parade« unterm Riesen-Riesenrad vorbei. Fotos: KARL ERHARD VÖGELE

Wie immer, wenn die Sonne scheint an einem Sonntag, war die Vorderreihe sehr gut besucht. Am Ostpreußenkai waren bereits die bunt bemalten Riesen-Ostereier versammelt. Eine Stunde bevor die Geschäfte öffnen dürfen setzten sich die auf Rollbrettern ruhenden Mannshohen Eier in Bewegung und führten hunderte Menschen aus der Vorderreihe fort, über die Travepromenade am Riesen-Riesenrad vorbei bis ins Veranstaltungszentrum Brügmanngarten.

Travemünde Aktuell: Eier unterm Riesenrad

Am Wegesrand zückten Touristen, Journalisten und Blogger die Kameras, um den Umzug in Bildern und zunehmend auch Videosequenzen festzuhalten. Mittendrin natürlich der Travemünder »Bürgermeister der Herzen« Ali Alam. Im Vorjahr machte ein Foto von ihm und Wirtschaftssenator Sven Schindler (SPD) die Runde (TA berichtete). Diesmal gelang wieder ein Schnappschuss mit einem bekannten Lübecker Sozialdemokraten, Bürgermeisterkandidat und SPD-Fraktionschef Jan Lindenau. Lindenau lief, gelegentlich Hände schüttelnd mit Passanten, die ganze Strecke mit.

Keine Spur von Wahlkampf-Zwist: Bürgermeister-Kandidat Jan Lindenau (SPD), und »Bürgermeister der Herzen« Ali Alam. Fotos: <b>KARL ERHARD VÖGELE</b>
Keine Spur von Wahlkampf-Zwist: Bürgermeister-Kandidat Jan Lindenau (SPD), und »Bürgermeister der Herzen« Ali Alam. Fotos: KARL ERHARD VÖGELE
Travemünde Aktuell: Eier unterm Riesenrad

Kritik gab es auch: Wer bei der Parade mitläuft, mag das nicht so merken, aber von außen betrachtet ist das Wort »Parade« fast schon zu hoch gegriffen. Assoziiert man damit doch eher Spielmannszug, Konfetti und Bonbon-Regen. Doch hier spielten gerade mal vier Musiker, und das auch nicht durchgehend. Ein jazziges Stück, dann ging es schweigend fünfzig Meter weiter, dann wieder etwas Musik. Wer ein wenig zurückblieb hörte da ohnehin schon nichts mehr, weil die wenigen Musiker dafür viel zu leise waren. Ein bisschen mehr Spaß und ein bisschen weniger New-Orleans-Feeling hätte es ruhig sein dürfen. Im Publikum machte das böse Wort vom »Trauermarsch« die Runde.

Travemünde Aktuell: Eier unterm Riesenrad

Über die Strandpromenade ging es bis zum Zielort Brügmanngarten, wo die Eier Aufstellung nahmen und die Menschen sich auf dem Veranstaltungsgelände verteilten.

Travemünde Aktuell: Eier unterm Riesenrad
Travemünde Aktuell: Eier unterm Riesenrad
Travemünde Aktuell: Eier unterm Riesenrad
Travemünde Aktuell: Eier unterm Riesenrad

Die Eierläufer hatten nun Gelegenheit, sich im Brügmanngarten zu stärken. Etwa bei leckerem, frisch zubereiteten Flammkuchen oder dem beliebten Schafskäse im Fladenbrot. Immerhin wartete auf die Kinder ab 15:00 Uhr noch die große Ostereiersuche im Brügmanngarten. TA

Artikel-Info:

Artikel veröffentlicht: 16.04.2017, 15:55 Uhr
Aktualisiert: 16.04.2017, 17:00 Uhr
Letzter Zugriff: 18.04.2018, 06:27 Uhr
Aufrufe insgesamt: 1.340; heute: 1; gestern: 2

 

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Kommentare - Älteste Kommentare zuerst.

Kommentar von Marion Stude am 16.04.2017 [3,7/58]

... wie jedes Jahr! So langsam wird es langweilig!

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Kommentar von stuevmar am 16.04.2017 [3,3/47]

Ich muss auch sagen, die Ostereierparade war leider Gottes mit einem Trauermarsch gleichzusetzen. Es kam in der Mitte des Umzuges schon kaum Musik an. Vielleicht sollte man sich für das nächste Jahr schon mal Gedanken machen, wie z.B. die Lübecker Freibeutermukke oder die Red Black Bras zu engagieren.

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Kommentar von Jaques Ennui am 16.04.2017 [2,5/46]

Hallo Marion Stude, langweilig, hm, und sogar Ostern kommt auch jedes Jahr wieder. Aber eigentlich sollten Sie den Text gar nicht langweilig finden und damit auch nicht die Veranstaltung. Denn sie bot eine Plattform für die süffisante Kritik am Upload der Kundschaft weg von der Vorderreihe zum Download hin in den Brügmanngarten. Das ist ja schon ein Hammerschlag gegen die ökonomische Unvernunft dieser Parade und der Umverteilung der Nachfrage hin zum Brügmanngarten. Und eine Parade sei es ja auch gar nicht wegen dieser paar kammermusikalischen Jazzhanseln. Zwischen den Zeilen spürt man, dass eher Marschmusik einer Bundeswehrmarschmusikkapelle das Geeignete sei, die paar Eier und deren Gefolgschaft in eine Parade zu veredeln. Also weg vom Trauermarsch hin zum Siegesmarsch oder so. Tätärätäääh! Ob die für jede Kritik dankbaren Veranstalter dem folgen, das wird nächstes Jahr doch die spannende Frage sein. Also ich finde das gar nicht langweilig.

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Kommentar von D. Kidon am 16.04.2017 [3,2/45]

@J. Ennui: Ihre Kritik ist berechtigt. Aber der Veranstalter und die LTM kassieren nun eben für die Flächen des Brüggmanngarten und nicht der Vorderreihe. Fordern Sie Mietminderung in der Vorderreihe und sollen doch die Vermieter die LTM in Regress nehmen!

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