POLITIK 5 

Travemünde/Lübeck 14.02.2017

Detlev Solzenberg präsentiert sich als Kandidat der Bürger

Auf der Gebietsversammlung der Piraten am Sonntag hat Detlev Stolzenberg (parteilos) eine Nominierung als Bürgermeister-Kandidat durch die Piratenpartei abgelehnt.

Detlev Stolzenberg (parteilos) will Bürgermeister werden. Foto: <b>DS</b>
Detlev Stolzenberg (parteilos) will Bürgermeister werden. Foto: DS

Stolzenberg hat als freischaffender Stadtplaner seit 25 Jahren ein Büro in Lübeck. Davor hat er sieben Jahre in der Kommunalverwaltung gearbeitet. Er will als Bürger-Kandidat mit Unterstützerunterschriften antreten und sieht dadurch die Unabhängigkeit seiner Person gestärkt: »Lübeck benötigt eine unparteiische und unabhängige Kraft für einen Neuanfang.« Neben den Herausforderungen des Haushalts, den er als Bürgerhaushalt nachvollziehbar aufbereiten will, steht eine Modernisierung der Verwaltung auf seiner Agenda. »Die Stadtspitze hat es versäumt, ein Personalentwicklungskonzept zu entwickeln. Planstellen werden eher zufällig geschaffen oder gestrichen, je nach Haushaltslage. Dies führt zur personellen Schieflage, die Mitarbeiter einerseits überfordert und krank macht, aber andererseits auch unterfordert. Die Welle der Mitarbeiter, die zeitnah in den Ruhestand gehen, trifft die Verwaltung unvorbereitet. Ein Personalentwicklungsmanagement muss in Lübeck absolute Priorität beigemessen werden.«

Stolzenberg ist vielen Travemündern durch sein Engagement für eine behutsame Entwicklung des Priwalls bekannt. »Travemünde wird durch die Entwicklungsmaßnahmen Waterfront und Fischereihaften sein Gesicht verändern. Die Dimension der Baumaßnahmen sind für meinen Geschmack jeweils eine Nummer zu groß. Leider sind entgegen aller Absichtserklärungen nur wenige Sozialwohnungen geplant. Ich möchte mich als Bürgermeister für eine ausgewogene Entwicklung Travemündes stark machen, bei der die individuellen Merkmale des Ostseebades berücksichtigt bleiben.«

Stolzenberg will den Menschen in den Mittelpunkt seiner Arbeit stellen: Soziale Gerechtigkeit, Chancengleichheit, Teilhabe, bezahlbarer Wohnraum und attraktive Mobilität müssen stärker beachtet werden. Das Agieren der Verwaltungssitze gegen den Bürger und der häufig gedankenlose Umgang mit Lübecks Weltkulturerbe erfordern aus seiner Sicht eine deutliche Kurskorrektur. Stolzenberg setzt sich als Stadtplaner für eine breite Mitwirkung am Stadtgeschehen auf Stadtteilebene ein: »Partizipation und Konsultation sind heute aus der Stadtentwicklung nicht wegzudenken. Lübeck hat hier Defizite. Die Folgen: Lübeck bleibt hinter seinen Potentialen zurück. Wichtige Projekte in Lübeck scheitern.« Stolzenberg sagt dem rotem Filz in der Verwaltung und unwürdigem Verhalten in der Kommunalpolitik den Kampf an: »Das Allgemeinwohl muss im Rathaus im Vordergrund stehen.« PM

Quelle: Pressemitteilung Detlev Stolzenberg

Artikel-Info:

Artikel veröffentlicht: 14.02.2017, 10:41 Uhr
Aktualisiert: 14.02.2017, 10:44 Uhr
Letzter Zugriff: 20.02.2018, 09:00 Uhr
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Kommentare - Älteste Kommentare zuerst.

Kommentar von Jürgen am 14.02.2017 [3,3/36]

Meine Stimme hätte er. Bin leider kein Lübecker. Ich kann mir nur nicht vorstellen, dass er im Rathaus Unterstützung bekommt. Dann wäre er wie ein »König ohne Gefolge«.

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Kommentar von Ligurius Majoris am 14.02.2017 [3,9/30]

Hallo Kommentarszene, Kandidaten fast nur nach ihren Ideen zu beurteilen, führt an der notwendigen Qualifikation total vorbei. Ideen gibt es tausende, alle waren schon da. Machbare Ideen durchsetzen ist angesagt gegen jede Menge Strippenzieher. Hauen und Stechen nennt man das oder das schmutzige politische Geschäft. Der parteigebundene BGM/In muss ein ausgefuchster Taktiker/In sein und bis kurz vor dem Mobbing das Spiel der Macht beherrschen. Insofern ist der Herr Stadtplaner ein Träumer, der politisch noch nichts gelernt hat. Das kann der rote Bankbuchhalter sicherlich, steht aber stets unter massivem Druck seiner Genossen. Er wird sich verbiegen und verdrehen. Die parteilose Senatorin ist so nicht erpressbar. Auch sie muss das taktische Geschäft beherrschen, aber ein anderes, denn Sie muss und kann die Entscheidungsfindung wieder dorthin verlagern, wo sie hingehört: in die Bürgerschaft zwischen den Fraktionen und nicht innerhalb der Fraktion und ihrem Bürgermeister.

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Kommentar von Christian Jäger am 14.02.2017 [3,3/35]

Guter glaubwürdiger Kandidat mit Weitsicht!

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Kommentar von Hein Blööd am 15.02.2017 [2,8/22]

Es stellt sich mir folgende Frage (nachdem ein Kommentator die in Frage kommenden Kandidaten bis ins Kleinste analysiert hat): Warum nicht selbst antreten, man muss doch eine Koryphäe sein um aus der Ferne alle Kandidaten so beurteilen zu können. Ich könnte das nicht, denn wie schon mein Name sagt: »Ich bin blööd ...«

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Kommentar von Carsten Bornhöft am 16.02.2017 [4,6/17]

Ruhige Fahrwasser in einer Stadt wo Jeder gegen Jeden aus purem Eigennutz Politik macht, wird es Zeit die Geschicke der Bürger wieder in eine Richtung der Ausgewogenheit zu drehen. Aspekte wie »soziale Gerechtigkeit« und »wirtschaftliche Stärke« einer Community stehen dabei im Vordergrund. Drehen wir den Kopf einmal in eine andere Richtung und denken nicht kleinkariert. Was haben wir zu verlieren wenn wir eine Abkehr von etablierten Roten und Schwarzen vollziehen. Vielleicht sehen wir in 5 Jahren eine andere Welt, vielleicht aber auch nicht. Das es wie bisher nicht weitergehen kann muß jedem so langsam bewußt geworden sein. Ob Stolzenberg oder Weiher muss sich aus den Programmen entwickeln die uns im kommenden Wahlkampf angeboten werden. Jedoch ist ein »Unabhängiger« Kandidat allemal besser als die bisher gewählte Quaste die unsere Stadt so langsam verzocken. Eine Stadt sind wir alle, die Reichen, die Armen, unsereKinder, die Gegenwärtigen und die Alten.

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