POLITIK 9  

Travemünde 30.12.2014

Verzögertes Riesen-Projekt

Boden bestätigt Erfolg von Waterfront-Gegnern

Als im November das neue ServiceCenter für Fähr- und Busfahrkarten an der Priwallfähre eröffnet wurde (TA berichtete), tauchte für manchen Beobachter überraschend auch der Lübecker Bausenator Franz-Peter Boden (SPD) auf. Fritz Toelsner von »Radio Travemünde« ließ sich erklären, was der Senator mit der Einweihung des Fahrkartenhäuschens zu tun hat und kam dann auch kurz auf das Bauprojekt »Priwall Waterfront« zu sprechen.

»Dass wir noch nicht am Bauen sind, dafür gibt es ja genügend Gründe. Der eine oder andere ist ja sogar hier«, bestätigte der Lübecker Bausenator Franz-Peter Boden den Erfolg der Waterfront-Gegner, allerdings ohne konkrete Namen zu nennen. Fotos: <b>KARL ERHARD VÖGELE</b>
»Dass wir noch nicht am Bauen sind, dafür gibt es ja genügend Gründe. Der eine oder andere ist ja sogar hier«, bestätigte der Lübecker Bausenator Franz-Peter Boden den Erfolg der Waterfront-Gegner, allerdings ohne konkrete Namen zu nennen. Fotos: KARL ERHARD VÖGELE

TA-Audio: Hören Sie das Interview mit Bausenator Franz-Peter Boden (SPD). Audio: FRITZ TOELSNER

»Kommt nun Waterfront oder nicht?« wollte Radioreporter Fritz Toelsner am Rande der Veranstaltung von dem Lübecker Bausenator Franz-Peter Boden (SPD) wissen. »Also wenn es nach mir geht, kommt es«, antwortet der Senator zu dem seit Jahren angekündigten touristischen Großprojekt auf der Halbinsel Priwall.

Travemünde Aktuell: Verzögertes Riesen-Projekt

Als Grund für die Verzögerung des Millionen-Projektes wird oft die Weltwirtschaftskrise genannt. Der Lübecker Senator spielte aber auf nicht näher genannte Personen an und bestätigte den Erfolg der Waterfront-Gegner: »Und es wäre auch schon längst gebaut. Aber dass wir noch nicht am Bauen sind, dafür gibt es ja genügend Gründe. Der eine oder andere ist ja sogar hier«, sagte Boden. Wer damit gemeint ist, sagte Boden nicht, das lässt sich aber vermuten: Auf der Veranstaltung war auch ein Mitglied der »Bürgerinitiative behutsame Priwall-Entwicklung« (BiP). TA

Artikel-Info:

Artikel veröffentlicht: 30.12.2014, 15:19 Uhr
Aktualisiert: 30.12.2014, 20:33 Uhr
Letzter Zugriff: 15.04.2018, 07:42 Uhr
Aufrufe insgesamt: 2.524; heute: 1; gestern: 0

 

tweet teilen      +1

Kommentare - Älteste Kommentare zuerst.

Kommentar von siegbert bruders am 31.12.2014 [1,0/1]

Das freut das Herz. Und in diesem Jahr sollte Waterfront dann endgültig zu den Akten gelegt werden. Schade, dass die Camper bereits vertrieben wurden. Jetzt heißt es aufpassen, dass nicht noch mehr auf dem Priwall wg des geplanten Waterfrontprojektes zerstört wird. Allen Lesern wünscht die BI behutsame Priwallentwicklung e.V. einen guten Rutsch.

Bewerten Sie diesen Kommentar!

 

Kommentar von Hein Blööd am 31.12.2014 [0,0/0]

Hol die Pest alle feigen Memmen und das Wetter obendrein. William Shakespeare (1564 – 1616), Quelle: »König Heinrich IV.«, 1590-1599

Bewerten Sie diesen Kommentar!

 

Kommentar von Gotthilf Fennig am 31.12.2014 [0,0/0]

Ich finde es gut, dass die Camper weg sind. Die Können von mir aus gerne wieder kommen, aber nicht mit ihren Plastikschachteln.Die standen dem naturverbundenen Priwall gar nicht gut. Man sollte ehrlich sein und denen wie allen anderen ein Stück Land verkaufen. Da könne sie dann eine schöne Holzbude drauf bauen, mit kleinen Gärtchen. Zugänglich für alle, ein Spielplatz für Kinder, eine große Wiese, hier und dort einen Kiosk mit Stühlen und Blick auf die Schiffe. Aber wieder so einen Plastikorkus, Zaun drum herum – nee ! Der Priwall ist für alle da !

Bewerten Sie diesen Kommentar!

 

Kommentar von justus ligurius am 31.12.2014 [0,0/0]

Nun mal langsam Herr Bausenator – es ist hier nicht alles ÖPNV wie Sie es uns in Ihrem kurzen Beitrag weiß machen wollten. Die Busse sind sehr wohl ÖPNV, nicht aber die Fähren. Wären sie es, dann wären die Preise sehr viel moderater und die Fähren könnten auch ein Minus machen, wie der ganze ÖPNV. Wie wäre es denn, wenn auch die Busse eine schwarze Null produzieren müssten ? Wenn dann die Preise deswegen wie bei den Fähren erhöht würden, dann gäbe es einen Aufstand, wie ihn die Stadt noch nie erlebt hat. Statt dessen müssen die Fährbenutzer unvorstellbar hohe Preise löhnen. Es ist ungerecht, dass hier eine schwarze Null prodziert werden soll und die ÖPNV-Benutzer müssen es nicht. Ist das nicht eine Sache für den Europäischen Gerichtshof – Diskriminierung der Fährbendutzer und Mißbrauch einer Monopolstellung – frage ich mich. Außerdem müssen die Gesetze angepasst werden, damit diese Fähren ÖPNV werden können. Gibt es eine Partei, die hier mal vorangeht ?

Bewerten Sie diesen Kommentar!

 

Kommentar von Hugo Strandkorb am 31.12.2014 [0,0/0]

Lieber Hein Blööd, schön sind Zitate besonders dann, wenn sie eine Sache auf den Punkt bringen. Ob dies dem Shakespeare gelang, frage ich mich schon deswegen, weil Feigheit, veraltet auch als Memmenhaftigkeit bezeichnet wird und daher die Wortkombination »feige Memmen« nicht so recht einen Sinn macht. Nun ist Feigheit eine Eigenschaft, sein Handeln durch Angst oder Furcht bestimmen zu lassen. Nun, zum Zweiten, falls ich das richtig sehe, ging es beim Waterfrontprojekt um massive Interessen von Parteien, Investoren und der Verwaltung. Angst und Furcht hatten da keinen Platz. Auch heute noch nicht. Allenfalls könnte man noch Defizite im Management von solchen großen Projekten bei der Verwaltung sehen, vielleicht auch Unwissenheit und Ignoranz bei den Parteien und schließlich vielleicht auch unreflektierte Positivdarstellung in einem Teil der Presse.

Bewerten Sie diesen Kommentar!

 

Kommentar von MaTThias am 01.01.2015 [1,0/1]

Hallo Herr Fenning, ich frage mich im Ernst, was Sie an den Campern auszusetzen haben? Die haben nie in irgendeiner Art der Natur auf dem Priwall geschadet. Wissen Sie eigentlich, wieviel diese Menschenvertreibung den Dauercampern gekostet hat? Ich kenne einen Fall einer Familie, deren Umzug hat sie 5000€ gekostet! Ist so etwas menschlich? Und jetzt kommt noch nicht mal die Waterfront, eine Frechheit! Zudem schreiben Sie, dass die Camper zurück kommen könnten, nur ohne Wohnwagen. Oder besser so herablassend wie Sie es schrieben: »Plastikschachteln« – Sind zwar aus Aluminium, aber so viel zum Sachverstand! Wir können uns ja beim Reiterhof ein paar Pferdedecken ausleihen und legen uns dann zum Katt auf die Wiese! Und mal ganz ehrlich, wenn ich mir eine Blockhütte dort hinbauen würde mit einem Gärtchen, dann haben Sie auf dem Grundstück auch nix zu suchen. Da würde dann eine Schaufel auf Sie warten. Ich weiß ja nicht, was Sie rauchen, aber ich würde den Stoff mal austauschen. Grüße rüber

Bewerten Sie diesen Kommentar!

 

Kommentar von Dr. P. Voeltz am 01.01.2015 [0,0/0]

>"justus ligurius": Bitte Vorsicht, wenn man dramatisch-übertreibend den EU-Gerichtshof zum Thema ÖPNV / Fähren ins Gespräch bringen möchte! Das kann » nach hinten losgehen«! Die Freihaltung und preisliche Begünstigung der Priwallbewohner bei den Nutzungsentgelten der Fähren ist EU-rechtlich allemal eine fragwürdige »Ungleichbehandlung«. Die Aufhebung dieser Bevorzugung könnte auch zu einer »Preisbremse« beitragen. Allen gute Wünsche für 2015!pv+

Bewerten Sie diesen Kommentar!

 

Kommentar von V.Guttmann am 03.01.2015 [1,0/1]

Kommentar von V.Guttmann am 03. 01. 2015 zum Artikel Verzögertes Riesen-Projekt vom 30. 12. 2014: Die Verzögerung des Waterfront – Projekts lässt aufhorchen. Irgendeine Wirtschaftskrise oder die BIP sollen verantwortlich sein. Oder ist die Vermutung nahe liegend, dass die kühnen Prognosen zur Wirtschaftlichkeit abgelöst wurden von realistischeren Kalkulationen, angesichts enorm wachsender Bettenzahlen entlang der Ostseebäder in SH wie auch in MV? Mehrfach wurde berichtet, dass in SH bis 2017 fast 5000 neue Betten geplant bzw. z. T. kürzlich realisiert wurden, gleichbedeutend mit fast 10% Erweiterung der Bettenkapazität. Neue Hotels in Lübeck und Travemünde kommen hinzu. Werden die allerorts optimistisch extrapolierten Touristenzahlen ausreichen, um selbst diese Betten wirtschaftlich zu belegen? Vielleicht wird aus Betongigantismus nun doch noch ein in Größe und Architektur dem Priwall angepasstes Projekt.

Bewerten Sie diesen Kommentar!

 

Kommentar von Hugo Strandkorb am 03.01.2015 [5,0/1]

Hallo MaTThias, der Herr auf den Sie antworten heißt nicht Fenning sondern Fennig – das nur nebenbei. Das Wort Menschenvertreibung, das Sie benutzen ist eng verknüpft mit dem Leid, ja Tod vieler Menschen die zB aus Syrien vertrieben werden, oder den Boatpeople. Ihnen, den Campern, ist Vergleichbares nicht passiert, als man Ihnen die Verträge Ihres Campingplatzes gekündigt hat und sie wo anders hin mussten. Sie sollten sich zu solch einer verbale Anleihe aus Achtung vor dem Leid dieser Menschen nicht hinreißen lassen. Der Herr Fennig will auch nicht Ihr eventuelles Grundstück betreten. Sie erwecken den Eindruck, dass Sie gegen ihn für diesen Fall jetzt schon mit einer Schaufel begegnen, ja vielleicht drohen wollen und erwecken auch den Eindruck, dass er eventuell benebelnde Sachen in seiner Pfeife raucht. Ich finde, das ist nicht der Stil, der hier her gehört. Ein Bisschen Ironie sollten Sie schon ertragen können.

Bewerten Sie diesen Kommentar!